Für dich zusammengefasst:
Die Gasspeicher hierzulande sind zum Zeitpunkt Mitte August so gering gefüllt wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen 2011. Hintergrund: Derzeit sind die Gaspreise wegen des Iran-Kriegs hoch, sodass eine Einspeicherung für die Händler nicht attraktiv ist, weil die Verkaufspreise im Winter möglicherweise sogar niedriger sein könnten.
„Ausreichend Gas auf dem Weltmarkt verfügbar“
Eine Verordnung sieht vor, dass die Gasspeicher am 1. November zu durchschnittlich 70 Prozent gefüllt sein sollen. Wenn das nicht klappt, würde unter Umständen der Staat Gas einkaufen und einspeichern lassen – wie schon 2022, im ersten Jahr des Ukraine-Kriegs.
Müller sagte, damals seien die Gaspreise durch die Decke gegangen und Gas wirklich physisch knapp gewesen. Der Gasmarkt sollte um jeden Preis stabilisiert werden. Jetzt aber funktionierten diese Regeln nicht mehr, weil gegen den Staat gewettet werden könne. „Die Händler können darauf spekulieren, dass am Ende doch der Staat die leeren Speicher wieder auffüllt. Und das, obwohl jetzt ausreichend Gas auf dem Weltmarkt verfügbar ist.“ Die Händler müssten sich aber selbst absichern, um ihre Lieferverträge erfüllen zu können – durch Speicher beziehungsweise Pipeline- oder Flüssiggas./toz/DP/nas
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