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Startseite»News»China schließt die Faust um Wolfram: Preis verdreifacht
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China schließt die Faust um Wolfram: Preis verdreifacht

Finanzen100Von Finanzen100vor 2 Stunden6 Kommentare6.6k Aufrufe
China schließt die Faust um Wolfram: Preis verdreifacht
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Wegen der hohen Nachfrage ist Wolfram in den Fokus geopolitischer Spannungen gerückt. Das führt zu einem Angebotsengpass. Dahinter steckt auch China.

In nur wenigen Wochen ist der Preis für Wolfram massiv gestiegen. Die Käufer brauchen ihre Lagerbestände auf, chinesische Exportrestriktionen verknappen den Vorrat, gleichzeitig hält der Irankrieg die militärische Nachfrage hoch. Das Resultat: Eine Preissteigerung auf über 2800 US-Dollar pro Tonne. Seit Anfang Januar hat sich der Preis mehr als verdreifacht. Für Industrieunternehmen steigen damit die Kosten – und für spekulationsfreudige Privatanleger wird Wolfram somit zum Investmentthema.  

Wolfram: „Noch nie so angespannten Markt erlebt“

Das extrem dichte Metall Wolfram ist eine Schlüsselkomponente für panzerbrechende Munition. Weil Peking seit einer Weile nicht mehr zulassen will, dass seine Rohstoffe in westlicher Waffentechnik landen, hat die chinesische Regierung die Ausfuhr bestimmter Wolframprodukte beschränkt.

„In meinen zwölf Jahren im Rohstoffsektor, in denen ich mit vielen ungewöhnlichen Metallen zu tun hatte, habe ich noch nie einen so angespannten Markt wie den aktuellen Wolframmarkt erlebt – abgesehen vielleicht von Lithium im Jahr 2021″, sagte George Heppel, Vizepräsident für Rohstoffforschung bei BMO Capital Markets, zu „Bloomberg“. „Das ist nicht wie bei Lithium, wo es eine riesige Projektpipeline gab, die in Betrieb genommen werden konnte.“

China kontrolliert den Markt – und treibt Wolfram-Preis

Das große Problem für den Westen: 2023 stammten rund 63.000 Tonnen – etwa 81 Prozent der weltweiten Produktion – aus China. Peking kontrolliert große Teile der Verarbeitung und soll mehr als die Hälfte der Reserven halten. Damit hat China Hersteller wie Russland oder Vietnam (mit maximal drei beziehungsweise vier Prozent) weit abgehängt. Jede Verknappung der Ausfuhren sorgt sofort für eine Reaktion überall in den wichtigsten Wirtschaftsbranchen des Westens.

Diese Branchen spüren die Wolfram-Knappheit besonders

Neben der Rüstungsindustrie verlassen sich auch die Automobilhersteller auf Wolfram. Die Autobranche deckt 25 bis 30 Prozent des weltweiten Bedarfs ab. Wegen seiner hohen Hitzebeständigkeit und Dichte kommt Wolfram außerdem im Hausbau, bei Metallarbeiten und in der Minenarbeit vor.

Das Wolfram-Problem gilt auch für verschiedene andere kritische Metalle. Aktuell zahlen Unternehmen drastische Aufpreise, weil sonst die Produktion stillstehen würde. Mittel- bis langfristig kann das die Produktion wichtiger Maschinen und Technologien verteuern. Wichtig dabei: Die kritischen Rohstoffe kommen in diesen Endprodukten häufig nur in sehr geringen Mengen vor. Eine drastische Verteuerung bei Autos oder Werkzeugen kommt auf Verbraucher eher nicht zu; die Unternehmen sind hier stärker betroffen.

So riskant sind Wolfram & Co. für Privatanleger

Bei den kritischen Metallen ist es häufig so, dass die Preise Zyklen durchlaufen: Nach der Teuerung folgt meistens eine billigere Phase. Das zeigt schon: Bei Rohstoffen gibt es Volatilität, die andere Sektoren nicht haben.

Investments funktionieren beispielsweise über Aktien der Minenunternehmen. In diesem Fall sind das die Wolfram-Hersteller. Riskant dabei: Wer investiert, ohne sein Geld breiter zu streuen, riskiert Verluste. Schon ein einzelner abstürzender Aktienkurs kann das Investment in dem Fall schwächen.

Rohstoff-ETFs als Chance für Streuung

Eine Alternative zu Einzelaktien sind Rohstoff-ETFs. Sie sind für die meisten Privatanleger sinnvoller als Wetten auf einzelne Minenunternehmen. Als Hauptrenditebringer eignen sich Rohstoffe generell nicht, eher als Diversifizierung im Portfolio und als Ergänzung für den Anleihen-Aktien-Mix. Ein genereller Richtwert ist, etwa zehn Prozent der eigenen Investments in Rohstoffen zu halten.

Sie sollten stets nur das Geld investieren, das sie kurz- bis mittelfristig ganz sicher nicht brauchen. Auch wichtig: Nicht der FOMO, also der Angst, etwas zu verpassen, nachgeben oder sich gar von ihr leiten lassen.

Neben Wolfram haben sich auch kritische Metalle massiv verteuert. Zum Beispiel: 

  • Rhenium, das unter anderem in Legierungen für Flugzeugtriebwerke vorkommt.
  • Hafnium, das zum Beispiel in der Halbleitertechnologie eingesetzt wird.
  • Terbium spielt für Lampen und Bildschirme eine Rolle.

Lars-Eric Nievelstein

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6 Kommentare

  1. Lukas Wagner am April 18, 2026 4:53 a.m.

    Solid analysis. Will be watching this space.

    Antworten
    • Lukas L. Meyer am April 18, 2026 5:30 a.m.

      Good point. Watching closely.

      Antworten
  2. Mia C. Meyer am April 18, 2026 4:54 a.m.

    Interesting update on China schließt die Faust um Wolfram: Preis verdreifacht. Looking forward to seeing how this develops.

    Antworten
  3. Jonas Weber am April 18, 2026 4:55 a.m.

    This is very helpful information. Appreciate the detailed analysis.

    Antworten
  4. Jonas Schäfer am April 18, 2026 5:00 a.m.

    I’ve been following this closely. Good to see the latest updates.

    Antworten
  5. Lea Weber am April 18, 2026 5:02 a.m.

    Great insights on News. Thanks for sharing!

    Antworten
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