Listen to the article
Personaler erhalten für begehrte Stellen häufig eine Vielzahl von Bewerbungen, die sie schnell durchsehen und bewerten müssen. Ein überzeugender Lebenslauf kann dabei helfen, von Anfang an einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Eine erfahrene Karriereberaterin teilt einige wichtige Tipps, was man unbedingt vermeiden sollte, wenn es um die Erstellung eines Lebenslaufs geht.
Nicht in Klischees verfallen
Der Lebenslauf gilt als Herzstück einer Bewerbung. Wegen der großen Bedeutung, die ein Lebenslauf für eine Bewerbung hat, kann es durchaus lohnen, sich damit auseinanderzusetzen, wie man ihn am besten gestaltet, um die eigenen Chancen auf den Traumjob zu maximieren. Jenny Foss, eine renommierte Karriereberaterin, betont in einem Beitrag von Business Insider, dass Bewerber oft in Klischees verfallen, was sowohl den Personalverantwortlichen langweilt als auch die eigene Wertigkeit mindert.
Erzielte Ergebnisse hervorheben
Ein häufiger Fehler bestehe darin, sich lediglich auf die Aufgaben und Verantwortlichkeiten zu beschränken, ohne den Einfluss und die erzielten Ergebnisse zu betonen. Foss betont, dass qualitative Ergebnisse genauso wichtig sind wie quantitative. Bewerber sollten daher herausstellen, welchen Einfluss sie hatten, beispielsweise wie sie als Führungskraft ein Team verändert haben.
Der zweite Fehler sei die Verwendung von Jargon und Buzzwords ohne weitere Erläuterung. Begriffe wie „detailorientiert“ oder „Erfolgsbilanz“ sollten möglichst vermieden werden, es sei denn, sie würden durch konkrete Beispiele untermauert. Zudem sollten firmenspezifischer Jargon und Akronyme vermieden werden, um eine klare und verständliche Kommunikation sicherzustellen.
Nicht jeden Job aufzählen
Ein weiterer Fehler bestehe laut Jenny Foss darin, dass viele Bewerber jeden Job, den sie jemals ausgeübt haben, im Lebenslauf angeben. Es sei nicht notwendig, jeden einzelnen Job aufzulisten. Stattdessen sollte der Fokus auf denjenigen Erfahrungen liegen, die für die angestrebte Position relevant seien. Zudem sei es in Ordnung, eine Unterbrechung der beruflichen Laufbahn zu erwähnen, ohne sich dafür zu entschuldigen.
Der Lebenslauf als Marketinginstrument
Insgesamt betont Jenny Foss, dass der Lebenslauf als ein Marketinginstrument betrachtet werden sollte, das dem Personalverantwortlichen genügend Informationen bietet, um eine Einladung zum Vorstellungsgespräch zu rechtfertigen. Es sei wichtig, sich auf die eigenen Qualifikationen zu konzentrieren, anstatt sich zu entschuldigen oder zu rechtfertigen. Durch die Vermeidung dieser Fehler können Bewerber sicherstellen, dass ihr Lebenslauf professionell und überzeugend ist, um ihre Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung zu erhöhen.
Redaktion
Bildquellen: baranq / Shutterstock.com, Lisa S. / Shutterstock.com
Den vollständigen Artikel hier lesen


23 Kommentare
Jenny Foss‘ Ansatz, den Lebenslauf als Marketinginstrument zu sehen, ist sehr überzeugend. Anstatt sich zu verstecken, sollte man die eigenen Erfolge wirklich hervorheben, auch wenn sie nicht immer perfekt quantifizierbar sind.
Der Artikel hat mir geholfen, meinen eigenen Lebenslauf kritischer zu betrachten. Ich werde ihn definitiv überarbeiten, um die genannten Fehler zu vermeiden.
Wie geht man am besten vor, um die relevanten Erfahrungen herauszufiltern, wenn man eine lange Berufslaufbahn hat? Gibt es eine Faustregel?
Ich habe in meinen eigenen Bewerbungen oft den Fehler gemacht, mich zu sehr auf Verantwortlichkeiten zu konzentrieren. Werde ich ab sofort ändern und stattdessen den *Einfluss* meiner Arbeit betonen.
Ich finde den Hinweis auf die Vermeidung von Buzzwords wie „detailorientiert“ besonders wichtig. Oft werden diese einfach hingeworfen, ohne zu zeigen, *wie* man detailorientiert ist – das ist reine Zeitverschwendung für den Personaler.
Ich habe schon Lebensläufe gesehen, die voll mit Buzzwords waren, aber keine Substanz hatten. Da hat der Artikel vollkommen Recht.
Mich wundert, dass die Autorin eine Unterbrechung der beruflichen Laufbahn zu erwähnen in Ordnung findet, ohne sich zu entschuldigen. Ist das wirklich die aktuelle Meinung der Personaler, oder eher ein Rat für Bewerber, die keine andere Wahl haben?
Die Aussage, dass man sich nicht rechtfertigen sollte, ist ein guter Rat. Konzentriere dich stattdessen darauf, was du kannst und was du dem Unternehmen bieten kannst.
Ich bin etwas skeptisch, ob Personaler wirklich so empfindlich auf Klischees reagieren, wie hier dargestellt. Aber der Hinweis, sie zu vermeiden, ist trotzdem wertvoll.
Der Artikel spricht die Notwendigkeit einer klaren Kommunikation an, indem firmenspezifischer Jargon vermieden werden soll. Das ist besonders wichtig, wenn man sich auf eine Stelle in einem anderen Unternehmen bewirbt.
Ich bin gespannt, ob diese Tipps auch in anderen Ländern gelten, oder ob es kulturelle Unterschiede bei der Gestaltung von Lebensläufen gibt.
Ich finde es gut, dass der Artikel nicht nur auf die Fehler hinweist, sondern auch eine positive Botschaft vermittelt: Konzentriere dich auf deine Qualifikationen und sei selbstbewusst!
Die Idee, den Lebenslauf als Marketinginstrument zu nutzen, gefällt mir. Man sollte sich selbst ‚verkaufen‘, aber auf eine authentische und überzeugende Weise.
Wie detailliert müssen die Ergebnisse denn sein? Reicht es, zu sagen ‚Team erfolgreich geführt‘, oder sollte man konkrete Projekte und deren Auswirkungen nennen?
Die Aussage, dass man sich nicht für seine Erfahrungen entschuldigen sollte, ist ein starker Appell an Selbstwertgefühl. Das werde ich mir merken.
Es ist logisch, dass Personaler bei vielen Bewerbungen schnell entscheiden müssen. Daher ist es entscheidend, sich von Anfang an durch konkrete Ergebnisse und nicht nur durch Aufgabenbeschreibungen abzuheben.
Ich finde es gut, dass der Artikel auch die psychologische Komponente anspricht. Selbstvertrauen und eine positive Darstellung sind genauso wichtig wie die Fakten.
Die Aussage, dass man nicht jeden Job auflisten muss, ist ein echter Befreiungsschlag. Ich habe mich immer gefragt, ob meine Nebenjobs aus der Studienzeit wirklich relevant sind – jetzt weiß ich, dass ich mich darauf konzentrieren sollte, was zählt.
Ich frage mich, ob es branchenspezifische Klischees gibt, die man besonders beachten sollte. In der IT-Branche sind bestimmte Buzzwords vielleicht unvermeidlich.
Es ist einleuchtend, dass eine Unterbrechung der beruflichen Laufbahn nicht verschwiegen werden sollte. Ehrlichkeit ist wichtig, und eine Erklärung kann das Vertrauen des Personalers stärken.
Die Betonung auf qualitative Ergebnisse neben quantitativen finde ich sehr gut. Nicht jede Leistung lässt sich in Zahlen ausdrücken, aber das bedeutet nicht, dass sie weniger wertvoll ist.
Die Betonung auf Klarheit und Verständlichkeit ist entscheidend. Ein Personaler sollte nicht erst einen Decoder benötigen, um zu verstehen, was man gemacht hat.
Die Empfehlung, Ergebnisse hervorzuheben, ist besonders wichtig für Führungskräfte. Hier muss man zeigen, welchen Mehrwert man dem Unternehmen gebracht hat.