Der kanadische Explorer Eagle Plains Resources hat mitgeteilt, dass sein Partner Xcite Uranium Inc. ein Diamantbohrprogramm am Uranprojekt Don Lake in Saskatchewan begonnen hat. Das Projekt gehört Eagle Plains vollständig; Xcite kann sich über eine Option daran beteiligen. Ziel der Kampagne ist der Nachweis strukturell kontrollierter Uranvererzung, die sowohl aus historischen Arbeiten als auch aus den Feldprogrammen der Jahre 2025 und 2026 abgeleitet wurde.
Geplant sind 1.500 Bohrmeter in 14 Löchern von sechs Bohrplätzen. Beauftragt wurde Apex Drilling, deren Mannschaften von Uranium City aus operieren. Das genehmigte Budget für Don Lake im laufenden Jahr beziffert Eagle Plains auf rund 1,1 Millionen kanadische Dollar, davon 900.000 Dollar für die Bohrungen; die übrigen 200.000 Dollar entfielen auf die bereits abgeschlossenen Feldarbeiten. Die Programmleitung liegt bei TerraLogic Exploration Inc.
Vorarbeiten im Gelände und aus der Luft
Die Feldarbeiten 2026 konzentrierten sich auf den zentralen und östlichen Teil der Claims zwischen den nordöstlich verlaufenden Störungen Boom Lake und Black Bay sowie der südöstlich streichenden Townsend-Störung. Neben Bodenprobenahme, Prospektion, struktureller Kartierung und Szintillometer-Messungen wurden 682 Linienkilometer luftgestützte Radiometrie und Magnetik durch Precision GeoSurveys geflogen. Ergänzend kamen 2,9 Quadratkilometer Drohnen-LiDAR-Vermessung hinzu. Condor Consulting wertete zudem 72 Linienkilometer VTEM-Daten aus dem Jahr 2025 aus.
Östlich der Black-Bay-Störung – einer regionalen Struktur, die nach Interpretation des Unternehmens die Uranvererzung im Beaverlodge-Camp kontrolliert – wurden 282 Bodenproben genommen. Am Ziel Midas zeigten die geochemischen Ergebnisse deutlich anomale Urangehalte, die als strukturelle Abzweigungen der Hauptstörungszone gedeutet werden. Am Ziel Don diente die LiDAR-Vermessung dazu, historische Schürfgräben und Altbergbau präzise zu lokalisieren. Die Radiometrie erfasste breite Uran-Anomalien über den historischen Zonen A, B und C, über dem Hawker-Graben und im Bereich Midas; westlich der Boom-Lake-Störung fiel eine weitere Anomalie mit der ehemaligen Beta-Gamma-Mine zusammen.
Was die Bohrungen testen sollen
Die Bohrlöcher sind so ausgerichtet, dass sie Schnittpunkte nordost- und nordweststreichender Strukturen treffen. Im Bereich Don wird nach Fortsetzungen der hochgradigen Vererzung unterhalb der Gräben der Zonen A, B und C sowie der Hawker-Gräben gesucht. Am Ziel Midas soll die Quelle der geochemischen und radiometrischen Anomalien von 2026 angebohrt werden.
Das rund 1.671 Hektar große, über Straßen erreichbare Projekt liegt nahe Uranium City und umfasst zwölf Vorkommen des Saskatchewan Mineral Deposit Index, darunter die frühere Beta-Gamma-Mine und die Uranlagerstätte Don Lake. Die Vererzung tritt als Pechblende in Brüchen und Adern im Umfeld von Störungen und Scherzonen auf, häufig zusammen mit Graphit und Sulfiden. Historische Arbeiten verfolgten die Zonen A, B und C über etwa 525 Meter. Aus früheren Bohrungen werden unter anderem 10,7 Prozent U3O8 über 0,3 Meter und 2,14 Prozent U3O8 über 0,67 Meter berichtet, aus Gräben bis zu 1,17 Prozent U3O8 über 1,98 Meter. Eagle Plains weist ausdrücklich darauf hin, dass diese historischen Resultate früherer Betreiber nicht von einer qualifizierten Person verifiziert wurden und Stufenproben nicht repräsentativ für die Vererzung der gesamten Liegenschaft sein müssen.
Optionsvereinbarung über sechs Projekte
Eagle Plains hatte Xcite im Dezember 2023 das exklusive Recht eingeräumt, sich mit bis zu 80 Prozent an den Projekten Don Lake, Gulch, Lorado, Beaver River, Black Bay und Smitty zu beteiligen. Die sechs Liegenschaften decken 54 SMDI-Vorkommen und fünf ehemals produzierende Uranminen ab. Für jedes Projekt sind Explorationsausgaben von 3,2 Millionen kanadischen Dollar, 750.000 Xcite-Aktien und Barzahlungen von 55.000 Dollar über vier Jahre vorgesehen – insgesamt 19,2 Millionen Dollar an Explorationsausgaben, 4,5 Millionen Aktien und 330.000 Dollar in Bar. Nach Erfüllung entsteht ein Joint Venture im Verhältnis 80 zu 20, bei dem Eagle Plains bis zur Vorlage einer bankfähigen Machbarkeitsstudie von Ausgaben freigestellt bleibt. Xcite fungiert während der Optionsphase als Betreiber, Eagle Plains führt die Programme unter Aufsicht eines gemeinsamen technischen Komitees. Eagle Plains behält eine zugrunde liegende Nettoschmelzertragslizenz von zwei Prozent auf jede Liegenschaft.
Historischer Distrikt
Der Beaverlodge-Distrikt war Kanadas erster Uranproduzent. Zwischen 1950 und 1982 wurden dort nach Unternehmensangaben rund 70,25 Millionen Pfund U3O8 bei Durchschnittsgehalten von 0,23 Prozent gefördert. Seit den frühen 1990er-Jahren fand nur begrenzte uranfokussierte Exploration statt. Firmenchef Chuck Downie verwies auf diese Lücke: „Die letzten bedeutenden Feldarbeiten vor Ort auf dem Grundstück Don Lake liegen fast fünfzig Jahre zurück“, erklärte der President und CEO. Die Projekte im Raum Uranium City sind Teil einer formellen Explorationsvereinbarung zwischen Eagle Plains und dem Ya'thi Néné Lands and Resource Office.
Quelle: FinanzNachrichten.de: News
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