Eine aktuelle Elliott-Wellen-Auswertung des Bloggers Robby’s Elliottwellen sieht DAX und Dow Jones auf neuen Höchstständen. Der deutsche Leitindex hat in der Betrachtung bislang ein Hoch von 26.444 Punkten erreicht; zum Stand 7. August 2026 weist die Kursübersicht den DAX mit 26.364,00 Punkten und einem Tagesplus von 0,81 Prozent aus. Der Dow Jones wird mit 54.036,10 Punkten und plus 0,25 Prozent geführt.
Die übergeordnete Einordnung
Die Elliott-Wellen-Theorie unterteilt Kursverläufe in fünfteilige Impulsbewegungen in Trendrichtung und dazwischenliegende Korrekturen. Fibonacci-Verhältnisse dienen dabei zur Ableitung möglicher Zielzonen. In der vorliegenden Auswertung befindet sich der DAX in einer übergeordneten dritten Welle auf sehr langfristiger Zeitebene. Der Autor arbeitet dabei mit den Marken 13.827 Punkten für die erste und 11.807 Punkten für die zweite Welle dieser Struktur, die dritte Welle läuft mit bislang 26.444 Punkten weiter.
Eine Ebene tiefer folgen nach Lesart der Analyse eine erste Welle bei 16.537 und eine zweite bei 14.585 Punkten. Für die daran anschließende dritte Welle hält der Verfasser ausdrücklich fest, dass sie mehrdeutig sei. Er stellt deshalb zwei parallele Zählweisen nebeneinander, ohne sich auf eine festzulegen.
Variante eins: gedämpfter Impuls
In der ersten Variante werden die Teilwellen mit 18.940, 17.019, bislang 23.477 Punkten sowie einer vierten Welle bei 21.860 Punkten beziffert – Letztere unterhalb des angegebenen 23er-Mindestziels von 21.953 Punkten. Die laufende fünfte Welle steht bei 26.444 Punkten. Das Maximalziel einer kurzen fünften Welle von 25.851 Punkten ist damit bereits überschritten. Sollte sich die Bewegung ausdehnen, liegt das Mindestziel einer gedehnten fünften Welle oberhalb von 28.906 Punkten.
Der Analyst weist darauf hin, dass in dieser Zählung noch mindestens zwei markante Hochs sowie eine deutlich ausgeprägte Korrektur als Abschlussvorbote fehlen. Das bedeutet in der Systematik der Theorie: Die übergeordnete Aufwärtsstruktur wäre nach dieser Lesart noch nicht vollständig.
Variante zwei: Power-Impuls ohne Obergrenze
Die zweite Zählweise setzt die Teilwellen deutlich tiefer an – bei 15.267, 15.170, 17.017 und 16.352 Punkten – und ordnet den gesamten seitherigen Anstieg einer laufenden fünften Welle zu. Innerhalb dieser Struktur nennt die Analyse eine erste Welle bei 18.940, eine zweite bei 17.019, eine weitere bei bislang 23.477 sowie eine überschießende Korrektur bei 21.860 Punkten. Die daran anschließende Welle steht bei 26.444 Punkten. Das Mindestziel von 25.512 Punkten gilt als abgearbeitet, als weitere Fibonacci-Marken werden 28.317 Punkte und ein 161er-Ziel bei 32.308 Punkten genannt.
Zu dieser Variante hält der Autor fest, dass hier noch mindestens fünf signifikante Hochs und drei ausgeprägte Zwischenkorrekturen ausstehen. Zudem merkt er an, dass ein solcher Power-Impuls in der Methodik keine rechnerische Obergrenze kennt – die genannten Fibonacci-Marken sind damit Orientierungspunkte, keine Begrenzung.
Kurzfristige Struktur im Stundenchart
Im 60-Minuten-Chart betrachtet die Analyse die vergangenen vier Wochen. Als Hauptvariante führt der Autor dort den gedämpften Impuls. Die dritte Teilwelle sei am 18. März 2025 mit einem Hoch abgeschlossen worden, wobei auf einen Indikationsfehler in der herangezogenen GBE/JFD-Indikation hingewiesen wird. Die anschließende Korrektur bei 21.860 Punkten – zerlegt in Teilbewegungen bei 18.809, 25.512 und 21.860 Punkten – müsse wegen ihres abgelaufenen Zeitfensters beendet sein.
Für die laufende fünfte Welle mit bislang 26.438 Punkten nennt die Auswertung eine erste Teilwelle bei 25.153 und eine zweite bei 24.692 Punkten, gefolgt von einer gestarteten dritten Teilwelle bei bislang 26.444 Punkten. Deren Mindestziel von 25.903 Punkten liegt bereits hinter dem Markt, als weitere Marken werden 27.985 und 30.019 Punkte angeführt.
Was die Auswertung offenlässt
Die Analyse arbeitet durchgehend mit Alternativen und benennt die Mehrdeutigkeit der Zählung ausdrücklich. Sie enthält weder eine Eintrittswahrscheinlichkeit noch einen Zeithorizont für die genannten Zielmarken. Zum Dow Jones, der in der Überschrift der Ausgangsanalyse ebenfalls genannt wird, liefert der wiedergegebene Textabschnitt außer dem Kursstand keine eigene Wellenzählung. Elliott-Wellen-Zählungen werden bei neuen Kursbewegungen regelmäßig angepasst; die genannten Marken beziehen sich auf den Stand der veröffentlichten Auswertung.
Quelle: Nachrichten Ticker – Kategorie: Chartanalysen – www.wallstreet-online.de
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