Die kanadische Fairchild Gold Corp. (TSXV: FAIR) hat den Erwerb des Golden-Arrow-Projekts im US-Bundesstaat Nevada vollzogen. Nach Unternehmensangaben vom 14. August 2026 hat Fairchild Gold 100 Prozent der Anteile am Golden-Arrow-Projekt übernommen, Verkäufer ist die ebenfalls an der TSX Venture Exchange notierte Emergent Metals Corp. (TSXV: EMR). Die Transaktion wurde nach Darstellung des Unternehmens zwischen voneinander unabhängigen Parteien abgeschlossen.
Das Projekt liegt in der Nähe von Tonopah im Süden Nevadas und umfasst 17 patentierte und 494 nicht patentierte Mineralkonzessionen. Patentierte Claims sind in den USA in privates Grundeigentum überführte Bergbaurechte, nicht patentierte Claims bleiben dagegen an Bundesland gebunden und unterliegen jährlichen Erhaltungspflichten.
Gegenleistung aus vier Bausteinen
Der Kaufpreis setzt sich aus Barmitteln, Aktien, einem Schuldschein und einer Beteiligung an künftigen Produktionserlösen zusammen. Emergent erhält 600.000 US-Dollar in Bar, davon 250.000 US-Dollar als bereits geleistete, nicht rückzahlbare Anzahlung. Hinzu kommen 12,5 Millionen Fairchild-Aktien zu einem angenommenen Preis von 0,055 kanadischen Dollar je Stück.
Dritter Bestandteil ist ein nicht wandelbarer, vorrangig besicherter Schuldschein. Fairchild hat dazu einen Schuldschein über 3,5 Millionen US-Dollar mit einem Zinssatz von 8,5 Prozent pro Jahr ausgegeben. Die Zinsen sind halbjährlich nachträglich in Bar zu zahlen. Als vierte Komponente erhält Emergent eine Net-Smelter-Returns-Royalty von 0,5 Prozent auf das Projekt. Eine solche Royalty ist eine Abgabe auf die Nettoerlöse aus verkauftem Erz nach Abzug bestimmter Schmelz- und Raffinationskosten. Laut Mitteilung besteht für Fairchild ein Rückkaufrecht auf diese Royalty.
Laufzeit bis 2031, Erlass bei schneller Rückzahlung
Der Schuldschein läuft fünf Jahre ab dem 23. März 2026, dem Datum des endgültigen Kaufvertrags über das Projekt. Damit liegt die Fälligkeit des Schuldscheins am 23. März 2031. Besichert ist das Instrument über ein erstrangiges Sicherungsrecht am Projekt sowie an allen damit verbundenen Vermögenswerten, die Fairchild im Rahmen der Transaktion erworben hat. Das eingetragene Sicherungsrecht von Emergent bleibt bestehen, solange Kapital oder aufgelaufene Zinsen nicht vollständig zurückgeführt sind.
Für eine vorzeitige Rückzahlung enthält der Vertrag einen Anreiz: Zahlt Fairchild unmittelbar nach dem Abschluss einer Finanzierung mit einem Bruttoerlös von mindestens 3 Millionen US-Dollar zunächst wenigstens 500.000 US-Dollar des Kapitals zurück und leistet innerhalb von sechs Monaten nach dem Vollzug der Transaktion weitere mindestens 2,5 Millionen US-Dollar zuzüglich aller aufgelaufenen Zinsen, dann verzichtet Emergent auf die restlichen 500.000 US-Dollar des Kapitals und gibt sein Sicherungsrecht frei.
Umgekehrt greift bei längerer Laufzeit eine Erhöhung des Nominalbetrags. Bleibt der Schuldschein über den dritten Jahrestag des Kaufvertrags hinaus offen, steigt das Kapital automatisch auf 4 Millionen US-Dollar, nach dem vierten Jahrestag auf 5 Millionen US-Dollar. Auf diese Aufstockungsbeträge fallen für Zeiträume vor dem jeweiligen Stichtag keine Zinsen an; auf unbezahlte Salden laufen Zinsen weiter auf.
Auflagen der US-Bundesbehörde
Neben dem Kaufpreis fallen behördliche Auflagen an. Im Zusammenhang mit dem Betriebsplan für das Projekt und der zugehörigen Rekultivierungsgenehmigung muss Fairchild eine Finanzgarantie von rund 40.000 US-Dollar gegenüber dem US Bureau of Land Management stellen. Die Behörde verwaltet den überwiegenden Teil der Bundesflächen in Nevada und verlangt für Explorations- und Bergbautätigkeiten Sicherheiten für die späteren Wiederherstellungskosten.
Aussagen des Managements
Nikolas Perrault, CFA und Executive Chairman von Fairchild, bezeichnete den Erwerb als wichtigen Schritt für das Unternehmen und dankte den Aktionären für ihre Geduld während des Prozesses.
„Die Übernahme von Golden Arrow markiert einen bedeutenden Meilenstein für Fairchild“, so Perrault. Das Unternehmen wolle „in sehr naher Zukunft“ über seine Pläne für das Projekt und die Strategie zur Weiterentwicklung informieren.
Konkrete Angaben zu Explorationsbudgets, einem Zeitplan für Feldarbeiten oder Ressourcenzahlen enthält die Mitteilung nicht. Ebenso bleibt offen, wann und in welcher Form Fairchild die im Schuldschein vorgesehene Finanzierung über mindestens 3 Millionen US-Dollar anstrebt, die für den teilweisen Kapitalerlass Voraussetzung ist. Für Anleger bleibt damit vor allem die angekündigte Nachricht zum weiteren Vorgehen auf dem Projekt der nächste Anhaltspunkt.
Quelle: Nachrichten Ticker - Kategorie: Pressemitteilungen - www.wallstreet-online.de
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