Der kanadische Edelmetallproduzent Goldgroup Mining (TSXV: GORO, NYSE American: GORO, FSE: 55G) hat ausgewählte Bohrergebnisse aus dem Don David Gold Mine Komplex im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca vorgelegt. In den sieben Monaten bis zum 31. Juli 2026 schloss Goldgroup 25.726 Meter Diamantbohrungen in 123 Löchern ab, überwiegend als Infill- und Erweiterungsbohrungen in den beiden produzierenden Untertagebetrieben Arista und Alta Gracia.
Schwerpunkt auf Ressourcenbestätigung
Die Aufteilung des Programms zeigt, wo der Fokus lag: 16.249 Meter entfielen auf Infill-Bohrungen, 8.794 Meter auf Erweiterungsbohrungen und 683 Meter auf Bohrungen zur Erzkontrolle. Damit waren nach Unternehmensangaben mehr als 97 Prozent der Bohrmeter auf Infill- und Erweiterungsarbeiten gerichtet. Infill-Bohrungen dienen dazu, die Geometrie und Gehaltsverteilung bereits bekannter Erzgänge zu verdichten und so die kurzfristige Minenplanung sowie den Ersatz abgebauter Reserven zu stützen. Erweiterungsbohrungen testen dagegen die Fortsetzung der Strukturen über die bisher erfassten Bereiche hinaus.
Zum Einsatz kamen im Berichtszeitraum bis zu fünf Untertage-Bohrgeräte und zwei Übertage-Anlagen, wobei maximal sechs Bohrgeräte gleichzeitig in Betrieb waren. Die veröffentlichte Mitteilung enthält zudem bislang unpublizierte Ergebnisse aus dem zweiten Halbjahr 2025, die nach Darstellung des Unternehmens für nicht abgebaute Fortsetzungen, neue Ziele oder die aktuelle geologische Interpretation weiterhin relevant sind.
Arista: Three Sisters-Gloria und Arista-Gangsystem
In der Arista-Mine lieferten die Bohrungen mineralisierte Abschnitte aus den Gangsystemen Three Sisters-Gloria sowie Arista. Als Beispiel nennt das Unternehmen Bohrloch 525086 mit 1,92 Metern geschätzter echter Mächtigkeit bei 13,49 g/t Gold und 931 g/t Silber, darin 1,11 Meter mit 20,00 g/t Gold und 1.155 g/t Silber. Im Arista-Gangsystem traf Bohrloch 526010 auf der Struktur Viridiana 5,59 Meter mit 0,49 g/t Gold und 442 g/t Silber, einschließlich 1,78 Meter mit 1.309 g/t Silber.
Weitere Abschnitte betreffen die Strukturen Sandy 5, Gloria samt Splays sowie Marena North und Splay 31. Bohrloch 525061 durchteufte bei Marena North 5,53 Meter mit 3,21 g/t Gold und 169 g/t Silber. Nach Angaben von Goldgroup bleiben Marena North und Splay 31 nach Nordwesten sowie im Einfallen offen und erfordern zusätzliche Bohrungen. Übertagebohrungen testeten außerdem die neu identifizierten Ziele Isabel SE und Laura südwestlich des Hauptabbaubereichs; dort ergab Bohrloch 126007 einen schmalen Abschnitt von 0,57 Metern mit 6,54 g/t Gold.
Alta Gracia: Bohrungen seit November 2025, Abbau seit Februar
In der Alta Gracia Mine wurden die Explorationsbohrungen Mitte November 2025 wieder aufgenommen, zunächst von der Oberfläche in Richtung der südwestlichen Fortsetzung des Mirador-Systems. Seit dem Neustart bis zum 31. Juli 2026 absolvierte das Unternehmen dort 6.101 Meter in 29 Bohrlöchern. Der Abbau in Alta Gracia lief nach Unternehmensangaben am 20. Februar 2026 wieder an.
Der höchste gemeldete Silbergehalt stammt aus Bohrloch 426014 auf der Struktur Independencia W1: 2,55 Meter mit 1,66 g/t Gold und 1.695 g/t Silber, darin 0,95 Meter mit 3,00 g/t Gold und 3.460 g/t Silber. Bohrloch 426017 traf bei Independencia South RM1 3,26 Meter mit 3,34 g/t Gold und 1.079 g/t Silber. Die Mineralisierung in Alta Gracia ist laut Goldgroup überwiegend silberdominiert mit untergeordnetem Gold und enthält generell weniger Basismetalle als die polymetallischen Gänge in Arista. Zuletzt begann das Unternehmen, weitere Ziele zu prüfen, darunter das Gangset San Juan südöstlich des Independencia-Systems.
Berechnungsgrundlagen und Qualitätssicherung
Die angegebenen Goldäquivalent-Werte beruhen ausschließlich auf Gold und Silber. Goldgroup rechnet dabei mit Metallpreisen von 3.680 US-Dollar je Unze Gold und 49,62 US-Dollar je Unze Silber sowie mit Aufbereitungsausbeuten von 76,79 Prozent für Gold und 81,28 Prozent für Silber, was einem Verhältnis von etwa 70,07 zu 1 entspricht. Alle veröffentlichten Ergebnisse basieren auf Analysen des unabhängigen, nach ISO/IEC 17025:2017 akkreditierten Labors ALS Global in Vancouver; das firmeneigene Labor am Standort dient nur betrieblichen Kontrollzwecken. Verantwortlicher Qualified Person nach NI 43-101 ist David R. Turner, Director of Geology des Unternehmens und damit nicht unabhängig.
Interimschef und Verwaltungsratsvorsitzender Javier Reyes ordnete das Programm so ein: „Unser Ziel ist es nicht einfach, das zu ersetzen, was wir abbauen, sondern weiterhin Mineralisierung zu entdecken und zu definieren, die das Potenzial hat, die Minenlebensdauer zu verlängern.“ Goldgroup weist darauf hin, dass zusätzliche Bohrungen die interpretierte Kontinuität, Gehalte und Mächtigkeiten der Strukturen bestätigen müssen und dass sich daraus nicht zwangsläufig neue Mineralressourcen ergeben müssen. Neben Don David gehören dem Unternehmen die Cerro Prieto Gold Mine und das San Francisco Projekt in Sonora sowie das Back Forty Projekt in Michigan.
Quelle: FinanzNachrichten.de: News
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