Das kanadische Explorationsunternehmen Group Eleven Resources Corp. (TSXV: ZNG, OTCQB: GRLVF, FSE: 3GE) hat am 20. August 2026 Analysenergebnisse aus vier Bohrungen der Lagerstätte Ballywire veröffentlicht. Ballywire gehört zum zu 100 Prozent unternehmenseigenen Projekt PG West in der Republik Irland. Nach Unternehmensangaben handelt es sich um die bedeutendste Mineralentdeckung in Irland seit mehr als einem Jahrzehnt; sie wurde im September 2022 erstmals gemeldet.
Step-out über 710 Meter mit Silber und Kupfer
Die Bohrung 26-468-24 testete das sogenannte Deeper-Cu-Ag-Ziel am südwestlichen Ende des Entdeckungsgebiets. Sie liegt nach Firmenangaben 710 Meter von der nächstgelegenen Bohrung entfernt, die eine vergleichbare Mineralisierung geprüft hat, und schließt eine Lücke von 180 Metern zwischen früheren Bohrungen. Ein Step-out bezeichnet eine Bohrung, die bewusst außerhalb des bereits bekannten Bereichs angesetzt wird. Das Ergebnis: 3,6 Meter mit 345 g/t Silber und 0,75 Prozent Kupfer ab 449 Metern Bohrlochtiefe, darin enthalten 0,6 Meter mit 2.120 g/t Silber, 4,50 Prozent Kupfer und 0,27 Prozent Antimon.
Am nordöstlichen Ende des aktuell abgegrenzten Entdeckungsgebiets durchteufte die Bohrung 26-3552-56 einen breiteren Abschnitt im sogenannten Waulsortian-Kalkstein, dem klassischen Wirtsgestein irischer Zink-Blei-Vorkommen. Ab 305 Metern Tiefe ergaben sich 17,6 Meter mit 4,1 Prozent Zink plus Blei, 111 g/t Silber und 0,27 Prozent Kupfer. Darin enthalten sind 10,2 Meter mit 3,7 Prozent Zink plus Blei, 182 g/t Silber und 0,46 Prozent Kupfer sowie ein Kernabschnitt von 3,7 Metern mit 7,7 Prozent Zink plus Blei, 418 g/t Silber und 1,02 Prozent Kupfer. Auch diese Bohrung füllt eine Lücke, hier von 110 Metern.
Nachtrag zu einer bereits gemeldeten Bohrung
Bei der Bohrung 26-3552-60 handelt es sich um die restlichen Analysen einer bereits am 7. Juli 2026 angekündigten Bohrung. Sie wurde rund 80 Meter im Einfallen unterhalb von 26-3552-57 angesetzt. Ab 501 Metern lieferte sie 2,3 Meter mit 126 g/t Silber, 1,01 Prozent Kupfer und 0,12 Prozent Antimon, darin 0,19 Meter mit 1.355 g/t Silber, 11,00 Prozent Kupfer und 1,30 Prozent Antimon. Weiter unten folgten 15,4 Meter mit 39 g/t Silber und 0,82 Prozent Kupfer, einschließlich 7,5 Metern mit 77 g/t Silber und 1,61 Prozent Kupfer sowie 0,7 Metern mit 643 g/t Silber, 13,95 Prozent Kupfer und 1,42 Prozent Antimon.
Erste Bohrung auf 'Anomaly A'
Erstmals gebohrt wurde auf der Schwereanomalie 'Anomaly A', rund zwei Kilometer südwestlich der bisher bekannten Grenzen der Entdeckung. Die Bohrung 26-468-25 erbrachte über die gesamte Länge verteilt Spuren von Malachit, Chalkopyrit, vermutetem Tennantit-Tetraedrit, Sphalerit und Galenit sowie steil nach Süden einfallende Störungen. Als Analysenwert nennt das Unternehmen unter anderem 1,0 Meter mit 15 g/t Silber und 0,09 Prozent Kupfer. Group Eleven wertet dies als Hinweis auf ein mineralisierendes System deutlich weiter im Südwesten als bislang angenommen; Folgebohrungen sind geplant.
CEO Bart Jaworski ordnete die Ergebnisse in der Mitteilung ein: „Erstmalige Bohrungen auf der Schwerehoch-Anomalie 'Anomaly A' lieferten Spuren von Tennantit-Tetraedrit, das typischerweise in den hochgradigen Strukturen des Hauptentdeckungsgebiets beobachtet wird", so Jaworski. Das lege nahe, dass sich die Bohrung in der Nähe einer Zufuhrzone befinden könnte.
Bohrprogramm und Finanzierung
Auf Ballywire wurden bislang 86 Bohrungen niedergebracht und berichtet, einschließlich der aktuellen Resultate. Die bekannte Ausdehnung der Zink-Blei-Silber-Entdeckung beträgt derzeit 3,2 Kilometer entlang eines aussichtsreichen Trends von sechs Kilometern. Von vier Schwereanomalien in der Region wurde bislang nur die Anomalie 'C' systematisch gebohrt.
Aktuell sind vier Bohrgeräte im Einsatz, 13 weitere Bohrungen sind fertiggestellt oder in Arbeit. Nach Unternehmensangaben wurde die Kasse durch eine Finanzierung über 12 Millionen Dollar im März gestärkt, wodurch sich der durchfinanzierte Bohrumfang von 20.000 Metern auf rund 67.000 bis 75.000 Meter erhöht habe.
Ballywire liegt 20 Kilometer von der zu 77,64 Prozent gehaltenen Zink-Blei-Lagerstätte Stonepark entfernt, die ihrerseits an Glencores Vorkommen Pallas Green grenzt. Größte Anteilseigner von Group Eleven sind Michael Gentile mit 13,7 Prozent und Glencore Canada Corp. mit 12,9 Prozent. Die technischen Angaben der Meldung wurden von Professor Garth Earls als unabhängigem Qualified Person nach dem kanadischen Standard NI 43-101 freigegeben. Die wahre Mächtigkeit der gemeldeten Abschnitte wird je nach Bohrung und Mineralisationstyp auf Anteile zwischen 45 und 100 Prozent der Bohrlochlänge geschätzt.
Quelle: FinanzNachrichten.de: News
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