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Pkw verkaufte Mercedes insgesamt etwas mehr als 1,8 Millionen, was einem Rückgang von neun Prozent im Vergleich zu 2024 entspreche. Die Vans verzeichneten einen Rückgang von elf Prozent auf 359.100 Fahrzeuge.
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Rein elektrisch war bei den Pkw knapp jeder zehnte Wagen. In China, wo Mercedes mit 551.900 Pkw noch immer fast ein Drittel aller Autos auslieferte, fiel der Rückgang mit 19 Prozent besonders deutlich aus. Dort sitzt das Geld gerade nicht so locker wie früher. Hinzu kommt, dass der Wettbewerb durch neue einheimische Unternehmen stark zugenommen hat. In Deutschland blieben die Schwaben mit 213.200 Fahrzeugen auf Vorjahresniveau.
Zölle wirken sich auf US-Absatz aus
In den USA hätten sich unter anderem die Zölle auf den Konzernabsatz ausgewirkt, teilte der Dax-Konzern mit. Mercedes verkaufte dort im vergangenen Jahr rund 285.000 Fahrzeuge, was einem Rückgang von zwölf Prozent entspreche. Mercedes misst beim Absatz den Verkauf von Fahrzeugen des Konzerns an die Händler. Bei den Kundenauslieferungen habe Mercedes hingegen um ein Prozent im US-Markt zugelegt, hieß es laut Mitteilung.
Im Einstiegs- und Kernsegment des Autobauers ging der Absatz um jeweils zehn Prozent zurück. Im Top-End-Segment, zu dem unter anderem die Luxuslimousinen der S-Klasse, die G-Klasse, Mercedes-AMG und Mercedes-Maybach zählen, lag das Minus bei fünf Prozent. Mehr als die Hälfte der Verkäufe (1.049.600) entfiel auf das Kernsegment, wozu etwa die C-Klasse und E-Klasse gehören.
Im vierten Quartal für sich genommen konnte Mercedes eine leicht bessere Tendenz gegenüber dem Vorquartal melden. In den letzten drei Jahresmonaten legten die Schwaben bei den Pkw gegenüber dem dritten Quartal sowohl in allen wesentlichen Regionen als auch in allen Fahrzeugsegmenten zu.
„2025 markierte den Startschuss der größten Produkt- und Technologieoffensive bei Mercedes-Benz mit neuesten elektrischen Antriebssystemen und intelligenter Software“, sagte Mercedes-Chef Ola Källenius laut Mitteilung. 2026 setze Mercedes die Modelloffensive fort.
Die Kundenaufträge für den neuen elektrischen CLA und GLC lägen deutlich über den Erwartungen, hieß es laut Mitteilungen. In diesem Jahr soll dann unter anderem eine neue Version der S-Klasse vorgestellt werden.
Gewinneinbruch und Umsatzrückgang
Der Autobauer hatte 2025 gehörig zu kämpfen. Der Gewinn brach in den ersten neun Monaten um die Hälfte auf rund 3,88 Milliarden Euro ein. Beim Umsatz verzeichneten die Schwaben in diesem Zeitraum einen Rückgang von acht Prozent auf 98,5 Milliarden Euro. Zahlen für das gesamte vergangene Geschäftsjahr will der Dax-Konzern am 12. Februar vorlegen.
Bereits 2024 hatte Mercedes einen deutlichen Rückgang beim Gewinn sowie einen Umsatzrückgang verzeichnet. Der Vorstand rief deshalb vor gut einem Jahr ein Sparprogramm aus, um die Profitabilität in den nächsten Jahren wieder zu steigern. Helfen soll unter anderem auch ein Abfindungsprogramm für Beschäftigte in indirekten Bereichen, also nicht in der Produktion./rwi/DP/men
Quelle: dpa-AFX
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19 Kommentare
Die Kombination aus schwierigem China-Geschäft und Zöllen in den USA stellt Mercedes vor enorme Herausforderungen. Wie wird der Konzern diese meistern?
Die Zahlen für das Gesamtjahr 2025 sind entscheidend. Ich hoffe, Mercedes kann am 12. Februar positive Nachrichten präsentieren.
Es ist interessant, dass der Absatz im Einstiegs- und Kernsegment stärker zurückging (jeweils 10 Prozent) als im Top-End-Segment (5 Prozent). Könnte das ein Hinweis auf eine veränderte Nachfrage hin zu Luxusmodellen sein?
Die hohe Nachfrage nach dem elektrischen CLA und GLC ist ein gutes Zeichen für die Modelloffensive, aber wie schnell kann Mercedes diese Nachfrage bedienen?
Das ist eine wichtige Frage. Lieferkettenprobleme könnten hier eine Rolle spielen und die Auslieferung verzögern.
Mich wundert der Absatzrückgang bei den Vans um elf Prozent auf 359.100 Fahrzeuge nicht, angesichts der steigenden Beliebtheit von SUVs und Crossover-Modellen.
Ola Källenius spricht von der ‚größten Produkt- und Technologieoffensive‘. Ich bin gespannt, ob diese Offensive tatsächlich die erhoffte Wende bringen wird, oder ob sie zu teuer ist.
Der Umsatzrückgang von 8 Prozent auf 98,5 Milliarden Euro ist besorgniserregend, besonders im Vergleich zum bereits schwachen Jahr 2024.
Die Aussage, dass die Kundenauslieferungen in den USA um ein Prozent gestiegen sind, während der Absatz an Händler um 12 Prozent sank, wirft Fragen auf – deutet das auf veränderte Vertriebsstrategien hin?
Der Rückgang von 19 Prozent in China ist alarmierend, besonders wenn man bedenkt, dass dort fast ein Drittel aller Mercedes-Pkw ausgeliefert wird – was bedeutet, dass die dortige Konjunktur eine enorme Auswirkung auf die Gesamtverkaufszahlen hat.
Ein Gewinnrückgang um die Hälfte auf 3,88 Milliarden Euro in den ersten neun Monaten ist ein deutliches Zeichen für die Herausforderungen, vor denen Mercedes steht. Wie wird sich das auf die Investitionen in Elektromobilität auswirken?
Es ist positiv zu sehen, dass Mercedes in Deutschland mit 213.200 Fahrzeugen auf Vorjahresniveau blieb, aber die Zölle in den USA scheinen ein echtes Problem darzustellen, mit einem Rückgang von 12 Prozent.
Ich frage mich, ob die sinkenden Verkaufszahlen auch mit der Umstellung auf Elektrofahrzeuge zusammenhängen, da einige Kunden möglicherweise noch zögern.
Die leichte Verbesserung im vierten Quartal gegenüber dem dritten Quartal gibt Hoffnung, aber es bleibt abzuwarten, ob sich dieser Trend fortsetzt.
Ich denke, die neuen Modelle, die 2025 angekündigt wurden, könnten hier eine Rolle spielen und die Nachfrage ankurbeln.
Die Tatsache, dass Mercedes den Absatz nach Fahrzeugsegmenten aufschlüsselt, ist sehr hilfreich für eine detaillierte Analyse der aktuellen Situation.
Dass über die Hälfte der Verkäufe (1.049.600) auf das Kernsegment mit Modellen wie C- und E-Klasse entfällt, zeigt, wie wichtig diese Modelle für Mercedes sind.
Die Ankündigung einer neuen S-Klasse im Laufe des Jahres ist vielversprechend, aber reicht das aus, um das Minus im Top-End-Segment von 5 Prozent auszugleichen?
Fast jeder zehnte Pkw war rein elektrisch – das ist zwar ein Anfang, aber im Vergleich zu anderen Herstellern noch ausbaufähig.