Das kanadische Explorationsunternehmen Onyx Gold Corp. (TSXV: ONYX, OTCQX: ONXGF) hat Analyseergebnisse von neun weiteren Bohrlöchern aus dem Goldsystem Argus auf seinem Projekt Munro-Croesus in Ontario veröffentlicht. Das Vorhaben liegt 75 Kilometer östlich von Timmins im Abitibi-Grünsteingürtel und befindet sich vollständig im Besitz des Unternehmens. Die Ergebnisse stammen aus den Zonen Argus Main und Argus West.
Im Mittelpunkt steht Bohrloch MC26-340: Es durchteufte laut Unternehmensangaben 1,7 Gramm Gold pro Tonne über 67,0 Meter, darin 4,1 g/t über 24,5 Meter sowie 13,2 g/t über 6,0 Meter. Innerhalb dieses Abschnitts wurden 73,4 g/t Gold über 1,0 Meter mit sichtbarem Gold gemessen – nach Angaben von Onyx der neunthöchste Wert in der Bohrdatenbank des Projekts. Alle Angaben beziehen sich auf die durchbohrte Mächtigkeit; die wahre Mächtigkeit liegt dem Unternehmen zufolge bei 60 bis 90 Prozent davon.
Zweites Bohrloch mit 144,5 Metern Mineralisierung
Rund 150 Meter weiter im Einfallen lieferte Bohrloch MC26-329 einen breiten Abschnitt von 0,7 g/t Gold über 144,5 Meter, darin 1,1 g/t über 75,0 Meter und 2,1 g/t über 21,3 Meter. Beide Bohrungen wurden auf derselben Querschnittsebene wie die im März 2026 gemeldeten Löcher MC26-267 (1,2 g/t über 99,5 Meter) und MC26-270 (1,3 g/t über 77,2 Meter) angesetzt. MC26-329 testete etwa 50 Meter unterhalb von MC26-267, MC26-340 rund 75 Meter oberhalb von MC26-270.
Das dritte Bohrloch in dieser Zone, MC26-335, traf in der erwarteten Zieltiefe massive mafische Vulkanite und lieferte keine wesentlichen Gehalte. Onyx erwägt, die Bohrung später zu verlängern, um eine durch Störungen versetzte Fortsetzung der als aussichtsreich eingestuften variolitischen Vulkanitabfolge zu prüfen.
Nach Darstellung des Unternehmens zeichnet sich bei Argus Main das gleiche geologische Muster ab wie bei der etwa 600 Meter westlich gelegenen Zone Argus North: steil abtauchende Bereiche mit höheren Gehalten innerhalb einer breiten, zusammenhängenden Mineralisierungshülle. Argus Main ist bislang von der Oberfläche bis rund 400 Meter Tiefe definiert und bleibt im Streichen sowie in die Tiefe offen. Als Wirtsgestein nennt Onyx mafische variolitische bis pillowförmige Vulkanite mit feinkörnigem Pyrit und Albit-Karbonat-Silika-Alteration.
Argus West um 100 Meter erweitert
Sechs weitere Bohrlöcher zielten auf die westliche Fortsetzung der Zone Argus West, 100 bis 150 Meter westlich des früher gemeldeten Lochs MC25-213 (2,1 g/t über 21,2 Meter). Fünf der sechs Bohrungen trafen Goldmineralisierung, darunter MC26-304 mit 0,7 g/t über 4,9 Meter, MC26-309 mit 0,5 g/t über 9,0 Meter sowie MC26-320 mit 1,0 g/t über 3,0 Meter. MC26-315 blieb ohne wesentliche Gehalte. Damit verlängert sich der Korridor Argus West um etwa 100 Meter nach Westsüdwest, anomale Goldwerte reichen nun bis rund 300 Meter Tiefe. Die nordost-streichende Argus-Störung könnte nach ersten Erkenntnissen ein wichtiger struktureller Kontrollfaktor sein.
Insgesamt weist das Goldsystem Argus nach Unternehmensangaben Mineralisierung über rund 1,4 Kilometer Streichlänge und mehr als 700 Meter Vertikalerstreckung auf, verteilt auf die Zonen Argus Main, Argus North und Argus West. Das System bleibt im Streichen, in der Tiefe und im Abtauchen offen. Onyx kontrolliert etwa acht Kilometer aussichtsreiches Streichen im Korridor der Pipestone-Störung und rund 16 Kilometer der interpretierten Argus-Störung.
Bohrprogramm zu drei Vierteln abgeschlossen
Vom laufenden Programm über 110.000 Bohrmeter sind bislang 206 Bohrlöcher mit zusammen etwa 82.700 Metern niedergebracht – das Programm ist damit rund 75 Prozent abgeschlossen. Analyseergebnisse liegen für 140 Bohrlöcher oder etwa 68 Prozent der fertiggestellten Löcher vor, rund 27.300 Meter sind noch zu bohren. Vier Diamantbohrgeräte sind im Einsatz. Onyx erwartet den Abschluss des Programms bis Jahresende und bezeichnet es als vollständig finanziert; die Kassenposition gibt das Unternehmen mit etwa 14 Millionen Dollar an Barmitteln an. Abgeschlossen wurde zudem eine hochauflösende Drohnen-Magnetikvermessung über 420 Linienkilometer, deren Ergebnisse in Kürze erwartet werden.
Präsident und CEO Brock Colterjohn ordnete die Resultate wie folgt ein: „Bohrloch 340 ist eine der stärksten höhergradigen Durchteufungen, die wir bei Argus Main bislang gebohrt haben." Argus Main, Argus North und Argus West seien Einzelzonen innerhalb eines größeren Systems, das sich noch in einer frühen Definitionsphase befinde.
Zum Zeitpunkt der Mitteilungsveröffentlichung notierte die Onyx-Gold-Aktie mit 1,10 Prozent im Minus bei 0,900 Euro in Frankfurt (19. August 2026, 8:04 Uhr). Das Projekt Munro-Croesus umfasst 112 Quadratkilometer und schließt die frühere Goldmine Croesus ein.
Quelle: Nachrichten Ticker - www.wallstreet-online.de
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