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OpenAI hat vertraulich die Unterlagen für einen Börsengang bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht.
Das von Sam Altman geführte Unternehmen arbeitet dabei mit den Investmentbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley zusammen. Ein Börsengang könnte bereits im Herbst erfolgen, wobei OpenAI betont, dass noch keine endgültige Entscheidung über den Zeitpunkt gefallen sei.
Seit der Veröffentlichung von ChatGPT Ende 2022 hat sich OpenAI zum Synonym für generative KI entwickelt. Das Unternehmen gehört inzwischen zu den wertvollsten privaten Technologiefirmen der Welt. Erst kürzlich sammelte OpenAI frisches Kapital zu einer Bewertung von rund 852 Mrd. USD ein.
Vor dem Börsengang plant das Unternehmen zudem ein sogenanntes Tender Offer, bei dem Mitarbeiter einen Teil ihrer Anteile verkaufen können. Solche Transaktionen dienen häufig dazu, Beschäftigten Liquidität zu verschaffen, bevor eine Aktie öffentlich handelbar wird.
Konkurrenzdruck nimmt zu
Der Börsengang erfolgt allerdings nicht aus einer Position völliger Dominanz. Die Konkurrenz wird stärker. Besonders Anthropic, Entwickler des KI-Assistenten Claude, hat zuletzt massiv aufgeholt und ebenfalls vertraulich Unterlagen für einen Börsengang eingereicht.
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Gleichzeitig investiert Alphabet mit seiner KI-Offensive Milliardenbeträge, während auch zahlreiche chinesische Anbieter Marktanteile gewinnen wollen. OpenAI steht zudem vor der Herausforderung, enorme Investitionen in Rechenzentren, Chips und Infrastruktur zu finanzieren. Nach früheren Unternehmensangaben könnten die Investitionen bis 2030 auf rund 600 Mrd. USD anwachsen.
Besondere Brisanz erhält der Börsengang durch die zeitliche Nähe zu den IPO-Plänen von Elon Musk. Dessen Unternehmen SpaceX soll ab Freitag an den Börsen gehandelt werden. Damit würde sich der Wettbewerb zwischen Altman und Musk von Gerichtssälen und öffentlichen Auseinandersetzungen auch auf den Kapitalmarkt verlagern. Investoren müssen künftig entscheiden, welchem KI-Ökosystem sie langfristig das größere Wachstumspotenzial zutrauen.
Fazit: Ein Börsengang von OpenAI wäre eines der bedeutendsten Technologie-Listings der vergangenen Jahrzehnte. Die Situation erinnert an die Anfangszeit des Internets, als Yahoo, Google und Altavista um die Vorherrschaft kämpften. Am Ende setzte sich jedoch nur ein Unternehmen nachhaltig durch. Der KI-Markt ist allerdings deutlich größer und bietet derzeit (noch) ausreichend Raum für Wachstum. Spannend wird vor allem die Frage sein, ob die Kapitalmärkte bis zum Herbst genügend Liquidität aufweisen, um die Vielzahl geplanter Groß-IPO’s aufzunehmen, oder ob sich die Stimmung bis dahin bereits eingetrübt hat.
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6 Kommentare
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