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- Rheinmetall AG – WKN: 703000 – ISIN: DE0007030009 – Kurs: 1.388,200 € (XETRA)
Das operative Ergebnis legte um 33 Mio. EUR auf 224 Mio. EUR zu, während sich die operative Marge von 10,5 % auf 11,6 % verbesserte und damit im Rahmen der Erwartungen lag.
Der Blick auf die Profitabilität zeigt: Rheinmetall arbeitet effizienter, doch die Umsatzdynamik kann mit den ambitionierten Prognosen nicht Schritt halten. Besonders kritisch sehen Investoren die Diskrepanz zwischen realisiertem Wachstum und den in Aussicht gestellten Großprojekten.
Timingeffekte als Erklärung – und Risiko
Das Management verweist auf Verschiebungen ins zweite Quartal. Bereits 2025 war das erste Halbjahr stark durch Vorzieheffekte geprägt, insbesondere im ersten Quartal mit einem Wachstum von 73 %. Für 2026 zeichnet sich nun ein umgekehrtes Bild ab: Ein verhaltener Jahresauftakt soll durch eine deutliche Beschleunigung im zweiten Quartal kompensiert werden.
Treiber dieser Entwicklung sind vor allem höhere Auslieferungen im Segment Waffen und Munition, gestützt durch die vollständige Produktionsaufnahme am Standort in Spanien. Hinzu kommen erwartete Abnahmen vorproduzierter Militärlastwagen durch Deutschland. Die operative Entwicklung hängt damit stärker denn je an der termingerechten Umsetzung dieser Projekte.
Rekord-Auftragsbestand trifft auf schwache Cashflows
Ein Lichtblick bleibt der Auftragsbestand. Mit rund 73 Mrd. EUR liegt dieser um 31 % über dem Vorjahresniveau. Neue Nominierungen in Höhe von 4,9 Mrd. EUR sowie die erstmalige Einbeziehung des Bereichs Naval Systems unterstreichen die anhaltend hohe Nachfrage nach militärischer Ausrüstung.
Gleichzeitig belastet der Ausbau der Kapazitäten die Liquidität. Der operative Free Cashflow fiel im ersten Quartal mit minus 285 Mio. EUR deutlich negativ aus. Neben steigenden Investitionen schlägt vor allem der Aufbau des Working Capitals zu Buche, während Kundenvorauszahlungen vergleichsweise niedrig ausfielen.
Trotz des durchwachsenen Quartals bestätigt Rheinmetall seine Prognose für das Gesamtjahr 2026. Der Konzern erwartet weiterhin ein Umsatzwachstum von 40 bis 45 % sowie eine operative Marge von rund 19 %. Auch die Cash Conversion Rate soll über 40 % liegen.
Analysten, darunter JPMorgan, bleiben zwar grundsätzlich optimistisch, verweisen jedoch auf die gestiegene Skepsis am Markt. Die Zeiten, in denen Investoren jede Wachstumsstory im Verteidigungssektor ungeprüft honorierten, scheinen vorbei. Die Umsetzung der ambitionierten Ziele rückt stärker in den Fokus.
Fazit: Rheinmetall bleibt klar auf Expansionskurs, getragen von strukturell hoher Nachfrage und einem prall gefüllten Auftragsbuch. Doch die Verfehlung der Umsatzerwartungen und der negative Cashflow zeigen, dass das Wachstum nicht ohne Reibungen verläuft. Wenn Rheinmetall jetzt im zweiten Quartal liefert, ist das alles kein Problem.
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| Jahr | 2025 | 2026e* | 2027e* |
| Umsatz in Mrd. EUR | 9,94 | 14,10 | 19,05 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 24,56 | 38,18 | 55,62 |
| KGV | 57 | 36 | 25 |
| Dividende je Aktie in EUR | 11,50 | 16,00 | 24,00 |
| Dividendenrendite | 0,83% | 1,15% | 1,73% |
|
*e = erwartet, Berechnungen basieren bei |

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6 Kommentare
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