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SEOUL/TOKIO (dpa-AFX) – Nordkorea hat nach südkoreanischen Angaben erneut mehrere ballistische Raketen getestet. Diese seien in Richtung Japanisches Meer abgefeuert worden und seien rund 900 Kilometer geflogen, zitierte die Nachrichtenagentur Yonhap das südkoreanische Militär. Weitere Informationen, etwa zum Raketentyp oder der Anzahl der Raketen, sind bislang nicht bekannt.
Japans Küstenwache rief Schiffe in der Region zu Vorsicht auf. Zuletzt hatte das nordkoreanische Militär am 7. November eine ballistische Rakete Richtung Japanisches Meer abgefeuert. Nordkorea ist es gemäß mehrerer Resolutionen des UN-Sicherheitsrats grundsätzlich untersagt, ballistische Raketen abzufeuern.
Der Raketentest erfolgte nur wenige Stunden, nachdem Südkoreas Präsident Lee Jae Myung für einen Staatsbesuch nach Peking aufgebrochen ist. Dort soll er am Montag seinen Amtskollegen Xi Jinping für Gespräche treffen./ln/DP/zb
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15 Kommentare
900 Kilometer Flugstrecke sind beachtlich, aber welche Art von Rakete wurde getestet? Die Yonhap-Nachrichtenagentur sollte hierzu schnellere Informationen liefern.
Präsident Lee Jae Myungs Besuch in Peking könnte eine Chance sein, um die Spannungen zu deeskalieren, aber der Raketentest wirft einen langen Schatten auf diese Hoffnung.
Der Zeitpunkt des Raketentests, kurz vor Präsident Lee Jae Myungs Besuch in Peking, wirkt doch sehr provokativ – könnte dies ein Versuch sein, Druck auf die Gespräche auszuüben?
Die schnelle Reaktion der japanischen Küstenwache zeigt, wie gut die Länder in der Region zusammenarbeiten, um auf solche Vorfälle zu reagieren. Diese Kooperation ist entscheidend.
Es ist wichtig zu verstehen, ob diese Tests mit dem nordkoreanischen Atomprogramm zusammenhängen. Könnte es sich um die Entwicklung von spaltfähigen Sprengköpfen handeln?
Ich frage mich, ob die Raketentests eine Reaktion auf die jüngsten Militärmanöver Südkoreas und der USA sind. Es scheint ein Muster der Eskalation zu geben.
Ich finde es bemerkenswert, dass die Nachrichtenagentur dpa-AFX sowohl aus Seoul als auch aus Tokio berichtet. Eine umfassende Berichterstattung ist in dieser Situation sehr wichtig.
Die Warnung der japanischen Küstenwache an Schiffe in der Region zeigt, wie ernst die Lage ist; wie wird die Sicherheit der zivilen Schifffahrt in Zukunft gewährleistet?
Die wiederholten Tests, erst am 7. November und nun erneut, zeigen eine klare Absicht Nordkoreas, seine militärischen Fähigkeiten zu demonstrieren. Was ist das langfristige Ziel?
Die UN-Sicherheitsratsresolutionen scheinen Nordkorea nicht wirklich abzuschrecken. Braucht es härtere Sanktionen oder andere Maßnahmen, um das Raketenprogramm zu stoppen?
Die Tatsache, dass die Raketen rund 900 Kilometer geflogen sind, deutet auf eine erhebliche Reichweite hin – ist das ein neuer Teststand für Waffen, die auch Ziele in Südkorea direkt erreichen könnten?
Die Tatsache, dass keine Details zum Raketentyp oder der Anzahl der Raketen bekannt sind, macht die Situation noch unübersichtlicher. Transparenz wäre hier dringend erforderlich.
Es ist beunruhigend, dass Nordkorea trotz der UN-Sicherheitsratsresolutionen weiterhin ballistische Raketen testet; welche konkreten diplomatischen Schritte werden nun unternommen, um darauf zu reagieren?
Es ist doch auffällig, dass der letzte Raketentest ebenfalls in Richtung Japanisches Meer erfolgte, am 7. November. Gibt es eine strategische Bedeutung für diese Richtung?
Ich bin besorgt über die potenziellen Auswirkungen dieser Raketentests auf die regionale Stabilität. Eine Fehlkalkulation könnte katastrophale Folgen haben.