Der europäische Transfermarkt hat im Sommer 2026 ein historisches Hoch erreicht: Die Vereine der fünf größten Ligen gaben rund 7,4 Milliarden Euro für neue Spieler aus, erstmals überschritten alle europäischen Profiklubs zusammen die Marke von 10 Milliarden Euro. Für Score Capital, die Fußballforderungen kauft und verkauft, ist das günstiger Rückenwind.
Score Capital steigerte in den ersten neun Monaten den Umsatz auf 3,80 Millionen Euro, nach 2,99 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum – ein Plus von 27 Prozent. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern wuchs überproportional: Das EBIT legte um 63 Prozent auf 1,67 Millionen Euro zu. Das Unternehmen führt den Zuwachs auf anhaltend hohe Nachfrage nach Finanzierungslösungen im internationalen Profifußball zurück.
Wer das Unternehmen beobachtet, sollte den Blick auf das Neugeschäft richten: Das kumulierte Neugeschäftsvolumen zum 30. September belief sich auf 171 Millionen Euro – der größte Teil des Jahresziels von 200 Millionen Euro ist damit bereits erreicht. Score Capital erwartet, dieses Ziel zu übertreffen.
Ein neuer Refinanzierungspartner ermöglicht größere und länger laufende Transaktionen. Über diesen Partner hat Score Capital nach eigenen Angaben bereits Geschäft von knapp 70 Millionen Euro abgewickelt. Vorstand Stephan Schnippe erklärte, die erweiterte Refinanzierungsbasis eröffne zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten bei größeren und langfristigeren Transaktionen.
Score Capital erwartet für das Gesamtjahr ein neues Rekordvolumen beim Neugeschäft sowie eine weitere Steigerung der Ertragskraft bis Jahresende. Wie groß der Abstand zum bisherigen Rekord ausfällt, lässt die Mitteilung offen.
Dieser Beitrag ist eine journalistische Einordnung und keine Anlageberatung. Er stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

