Der kanadische Explorer Scottie Resources Corp. (TSXV: SCOT, OTCQB: SCTSF, FSE: SR80) hat nach eigenen Angaben vom 18. August 2026 mehr als 25.000 Bohrmeter in über 100 Bohrlöchern abgeschlossen. Die Arbeiten sind Teil des Bohrprogramms 2026 auf dem Scottie Gold Mine Project, das rund 35 Kilometer nördlich von Stewart im sogenannten Golden Triangle der Provinz British Columbia liegt. Damit ist nach Unternehmensangaben etwa die Hälfte des vollständig finanzierten 50.000-Meter-Programms abgearbeitet.
Es handelt sich laut Mitteilung um das bislang größte Explorations- und Ressourcendefinitionsprogramm des Unternehmens. Es verfolgt mehrere Ziele parallel: die Umwandlung bestehender Ressourcen in höhere Vertrauenskategorien, die Ausweitung bekannter hochgradiger Vererzung, das Testen mehrerer vorrangiger Ziele mit Entdeckungspotenzial sowie die Erhebung technischer und umweltbezogener Daten, die für eine mögliche Bauentscheidung benötigt werden.
Acht Bohrgeräte im Einsatz
Derzeit sind nach Angaben des Unternehmens acht Diamantbohrgeräte aktiv, sieben davon auf dem Scottie Gold Mine Project und eines auf dem Projekt Cambria. Diamantbohrungen liefern durchgehende Gesteinskerne und gelten als Standardverfahren, um Vererzung räumlich zu erfassen und Gehalte zu bestimmen.
Der Schwerpunkt der Bohrungen an der Blueberry Contact Zone und an der historischen Scottie-Goldmine liegt darauf, hochgradige Goldressourcen zu erweitern und in ihrer Klassifizierung aufzuwerten. Grundlage dafür soll eine aktualisierte Mineralressourcenschätzung sein, die wiederum eine für das erste Halbjahr 2027 angestrebte Machbarkeitsstudie stützen soll. Eine Machbarkeitsstudie (Feasibility Study) prüft die technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit eines Bergbauprojekts auf einem detaillierten Genauigkeitsniveau und ist üblicherweise Voraussetzung für Projektfinanzierungen.
Erstmals Bohrungen auf Cambria
Auf dem Cambria-Projekt, rund 15 Kilometer östlich des Scottie Gold Mine Project, hat Scottie erstmals überhaupt Bohrungen begonnen. Geplant sind dort 2.000 bis 3.000 Meter. Zielsetzung sind zahlreiche Gangsysteme, die zuvor kartiert und beprobt wurden. Das Unternehmen bezeichnet Cambria als vorrangige Explorationsgelegenheit innerhalb des laufenden Programms.
Ein weiteres Ziel ist Domino, etwa zwei Kilometer westlich der Scottie-Goldmine. Dort wurden bislang rund 2.000 Meter gebohrt. Getestet werden mehrere an der Oberfläche ausbeißende Gänge, die räumlich mit geophysikalischen IP-Anomalien zusammenfallen. Aus dem Gebiet liegen dem Unternehmen zufolge über 30 hochgradige Oberflächenproben zwischen 5 und 536 g/t Gold vor. Bei der Einordnung solcher Werte ist zu beachten, dass Oberflächenproben punktuelle Stichproben sind und keine Aussage über Mächtigkeit, Kontinuität oder wirtschaftliche Gehalte eines Vorkommens erlauben.
Zusätzlich werden nach Unternehmensangaben weitere vorrangige Ziele getestet, darunter der Bend Vein, die Zonen C und D, der Serac Vein sowie das Areal Lakebed.
Technische Programme laufen parallel
Neben der Exploration treibt Scottie eine Reihe unterstützender Arbeiten voran. Dazu zählen geotechnische und hydrogeologische Bohrungen sowie sogenannte Condemnation-Bohrungen, mit denen geprüft wird, ob unter geplanten Infrastrukturflächen Vererzung liegt. Ergänzend laufen geophysikalische Messungen, Fernerkundung und umweltbezogene Basisuntersuchungen. Diese Programme sollen die spätere Projektentwicklung vorbereiten und werden zeitgleich zum Bohrprogramm durchgeführt.
Ergebnisse für die kommenden Wochen angekündigt
Analyseergebnisse aus dem laufenden Programm sollen laut Mitteilung in den kommenden Wochen einsetzen und bis zum Jahresende fortlaufen. Konkrete Bohrergebnisse aus dem Programm 2026 nennt die Meldung nicht; sie beschränkt sich auf den Fortschritt der Arbeiten und den Stand der Bohrmeter. Damit bleibt zunächst offen, ob die Bohrungen die angestrebte Ressourcenerweiterung tatsächlich untermauern.
Das Golden Triangle im Nordwesten von British Columbia gilt als eine der bekannteren Bergbauregionen Kanadas und beherbergt mehrere historische und aktive Gold-, Silber- und Kupferprojekte. Die Scottie-Goldmine selbst war in der Vergangenheit in Produktion; Scottie Resources hat das Gebiet in den vergangenen Jahren durch Bohrkampagnen und Zukäufe von Konzessionen weiterentwickelt.
Aktie
Die Aktie von Scottie Resources notierte den Angaben des Portals wallstreet-online zufolge zum Stand 17. August 2026 bei 1,6900 Euro, ein Minus von 0,88 Prozent. Auf längere Sicht weist die Kursstatistik deutliche Zuwächse aus, unter anderem rund 35 Prozent über drei Monate und knapp 140 Prozent über drei Jahre. Solche Rückblicke sagen nichts über die künftige Entwicklung aus, zumal Explorationsgesellschaften ohne Produktion typischerweise stark von Bohrergebnissen, Rohstoffpreisen und Finanzierungsbedingungen abhängen.
Für Marktbeobachter dürften daher die für die kommenden Wochen angekündigten Analysedaten sowie der Zeitplan für die aktualisierte Ressourcenschätzung die maßgeblichen Anhaltspunkte sein. Ob der von Scottie genannte Zielkorridor für die Machbarkeitsstudie im ersten Halbjahr 2027 gehalten werden kann, hängt unter anderem davon ab, wie schnell die Ergebnisse des 50.000-Meter-Programms vorliegen und ausgewertet werden können.
Quelle: Nachrichten Ticker - Kategorie: Aktien & Indizes - www.wallstreet-online.de
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