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Wechselservices und Tarifoptimierer versprechen eine erleichterte Suche nach den besten Angeboten für Kunden. Doch wie sinnvoll sind diese Dienstleister wirklich?
Kunden sparen Zeit und Aufwand
Viele Verbraucher stehen angesichts der volatilen Gas- und Strompreise vor der Entscheidung, ob ein Wechsel des Anbieters sinnvoll ist. Da ein Wechsel immer mit einem nicht unerheblichen Recherche- und Bürokratieaufwand verbunden ist, wollen es viele Kunden vermeiden, sich mit der Suche zu befassen. Hier kommen die Tarifoptimierer ins Spiel – diese Dienstleister haben sich darauf spezialisiert, die besten Angebote für ihre Kunden zu finden. Während einige Wechselservices den gesamten Wechselprozess autonom durchführen, geben andere lediglich Vorschläge an ihre Kunden weiter. Manche Services übernehmen die komplette Durchführung des Wechsels und informieren die Kunden anschließend, die dann innerhalb einer bestimmten Frist widersprechen können. Dabei übernehmen sie zeitaufwändige bürokratische Aufgaben wie die Kündigung und den Abschluss eines neuen Vertrags, die normalerweise vom Kunden selbst erledigt werden müssten.
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Wechselservices erhalten Provision der Ersparnis
Auch wenn der Wechselservice ein Großteil des bürokratischen Aufwands übernimmt, ist zu beachten, dass der Endkunde bei der Benutzung eines Wechselservices immer noch Vertragspartner des Strom- oder Energielieferanten bleibt. Somit ist der Kunde auch nach wie vor für die Abwicklung des Schriftverkehrs zuständig. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass die Kunden viel Macht an die Anbieter abgeben und je nach Service im Gegenzug für die bequeme Abwicklung nicht immer den besten Tarif bekommen. Die Wechselservices und Tarifoptimierer finanzieren sich in der Regel über eine Provision, die einen prozentualen Anteil der durch den Wechsel erzielten Ersparnis darstellt. Bei Cheapenergy24, eines der bekanntesten Wechselservices, beträgt die Provision beispielsweise 30 Prozent der ersten Ersparnis bei der ersten Optimierung, 25 Prozent bei der zweiten Optimierung und 20 Prozent bei der dritten Optimierung.
Kunden erhalten meistens nicht den besten Tarif
Die Verbraucherzentrale betont, dass es unwahrscheinlich ist, dass Verbraucher mit einem Wechselservice eine größere Ersparnis erzielen als bei eigener Suche nach den besten Angeboten. Dennoch kann sich die Nutzung eines Wechselservices lohnen, insbesondere wenn man ansonsten über einen längeren Zeitraum bei einem Anbieter bleiben würde und keine Wechsel vornimmt, da in den meisten Fällen durch den Wechsel Ersparnisse erzielt werden können. Die Verbraucherzentrale weist auch darauf hin, dass Wechselservices viele persönliche Daten erfassen. Daher ist es wichtig, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sorgfältig zu lesen, da die Optimierer oft mit Dritten zusammenarbeiten.
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15 Kommentare
Wenn man bedenkt, dass man potenziell bis zu 720 € im Jahr sparen kann, wie bei CHECK24 erwähnt, dann ist ein Provisionsanteil von 20-30% vielleicht doch noch akzeptabel, solange der Tarif wirklich gut ist.
Die Aussage der Verbraucherzentrale, dass die Nutzung eines Wechselservices sich lohnen kann, wenn man sonst keine Wechsel vornimmt, ist nachvollziehbar. Aber wie oft sollte man denn idealerweise wechseln, um die Ersparnisse zu maximieren?
Die Tatsache, dass der Kunde trotz Wechselservice weiterhin Vertragspartner des Anbieters bleibt und den Schriftverkehr abwickeln muss, klingt nach einem versteckten Haken. Wo liegt dann der tatsächliche Vorteil?
Mich wundert, dass die Provisionen bei Cheapenergy24 bei wiederholten Optimierungen sinken – 30% bei der ersten, dann 25% und 20%. Ist das ein Anreiz, den Service öfter zu nutzen, oder eher eine Enttäuschung für den Kunden?
Die Tatsache, dass der Kunde bei der Nutzung eines Wechselservices Macht an Dritte abgibt, ist ein wichtiger Punkt. Man sollte sich genau überlegen, ob man bereit ist, diese Kontrolle aufzugeben.
Die Volatilität der Gas- und Strompreise macht die Entscheidung für einen Anbieter so schwierig. Ein Wechselservice könnte helfen, den Markt im Blick zu behalten, aber man sollte sich nicht blind darauf verlassen.
Ich frage mich, ob es eine unabhängige Stelle gibt, die die Wechselservices und ihre Tarife objektiv vergleicht und bewertet. Die Transparenz scheint mir hier ein großes Problem zu sein.
Die Aussage, dass man mit einem Wechselservice nicht unbedingt eine höhere Ersparnis erzielt als bei eigener Recherche, finde ich kritisch – die Zeitersparnis muss ja auch einen Wert haben, oder überwiegen die Risiken der Datenweitergabe?
Das ist ein guter Punkt. Die Zeitersparnis ist oft der Hauptgrund, aber man sollte sich bewusst sein, dass die Datenweitergabe an Dritte ein potenzielles Risiko darstellt.
Es ist wichtig zu verstehen, dass die Wechselservices sich über Provisionen finanzieren. Das bedeutet, dass sie nicht immer den günstigsten Tarif anbieten, sondern den, der ihnen die höchste Provision einbringt. Das ist ein Interessenkonflikt.
Ich bin skeptisch, ob die Zeitersparnis wirklich so groß ist, wie sie beworben wird. Schließlich muss man die Angebote ja trotzdem prüfen und die AGBs lesen, bevor man zustimmt.
Die unterschiedlichen Provisionsmodelle, wie bei Cheapenergy24 beschrieben, sind verwirrend. Eine klarere und einheitlichere Darstellung der Kosten wäre wünschenswert.
Es ist beunruhigend, dass Wechselservices viele persönliche Daten sammeln und mit Dritten zusammenarbeiten. Welche konkreten Daten werden denn erhoben und wie werden sie geschützt?
Ich habe in der Vergangenheit selbst Stromanbieter gewechselt und den Aufwand als erheblich empfunden. Ein Service, der die Kündigung und den Abschluss übernimmt, klingt daher sehr verlockend, auch wenn die Provisionen berücksichtigt werden müssen.
Die Erwähnung von CHECK24 als Vergleichsportal ist hilfreich, aber es gibt ja auch noch andere Anbieter. Ein umfassender Vergleich ist unerlässlich, bevor man sich für einen Wechselservice entscheidet.