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Startseite»News»Trade Republic investiert Millionen in neuen Kundenservice
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Trade Republic investiert Millionen in neuen Kundenservice

Finanzen100Von Finanzen100vor 3 Stunden6 Kommentare8.7k Aufrufe
Trade Republic investiert Millionen in neuen Kundenservice
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Lange stand Trade Republic wegen schwachem Support in der Kritik. Jetzt investiert der Neobroker Millionen in seinen Kundenservice – und reagiert zugleich auf wachsenden Druck durch neue EU-Regeln.

Trade Republic reagiert auf anhaltende Kritik und baut seinen Kundenservice massiv aus. Künftig sollen alle Nutzer rund um die Uhr, an sieben Tagen die Woche, persönliche Unterstützung erhalten – kostenlos und direkt über die App.

Kunden können den Broker per Telefon oder Live-Chat erreichen oder einen Rückruf anfordern. Mehr als 1000 geschulte Serviceagenten stehen laut Unternehmen bereit und beraten in acht Sprachen.

Mitgründer Christian Hecker spricht von einem Neustart: Der Kundenservice sei „von Grund auf neu entwickelt“ worden. „In den nächsten zwölf Monaten wollen wir den besten Kundenservice aller Banken in Europa betreiben.“ Der Ausbau werde derzeit schrittweise in Deutschland und weiteren Kernmärkten ausgerollt.

Neben der Betreuung hat Trade Republic nach eigenen Angaben einen zweistelligen Millionenbetrag investiert. Mehr als 30 neue Funktionen sollen die Plattform ergänzen, darunter zusätzliche Passwortoptionen und neue Analyse-Tools für Anleger.

Beschwerden häuften sich zuletzt deutlich

Der Schritt kommt nicht zufällig. In den vergangenen Monaten hatte Trade Republic immer wieder mit Negativschlagzeilen zu kämpfen. Vor allem Probleme beim Depotübertrag und ein schwer erreichbarer Support sorgten für Kritik.

Nach einem Bericht des „Handelsblatts“ gingen allein zwischen Januar und September 2025 mehr als 300 Beschwerden bei Verbraucherzentralen ein – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum.

Das Unternehmen erklärte den Anstieg mit seinem rasanten Wachstum: Innerhalb von 18 Monaten habe sich die Nutzerzahl nahezu verdoppelt.

Mit dem neuen Service will Trade Republic nun gegensteuern – und sich zudem stärker als Hausbank positionieren. 

Neobroker stehen unter EU-Druck

Parallel zum Ausbau des Services verändert sich das Geschäftsmodell der Branche grundlegend. Ab Juli greift ein EU-Verbot, das eine zentrale Einnahmequelle der Neobroker betrifft.

Konkret untersagt die EU das sogenannte „Payment for Order Flow“ (PFOF). Dabei erhalten Broker Geld von Handelsplätzen, wenn sie Kundenaufträge dorthin weiterleiten. Dieses Modell ermöglichte bislang besonders günstige oder sogar kostenlose Orders.

Die EU sieht darin einen möglichen Interessenkonflikt. Broker könnten Aufträge an den Handelsplatz mit der höchsten Provision schicken – nicht unbedingt an den mit dem besten Preis für Kunden

Sorge vor steigenden Gebühren – Experten beruhigen

In der Finanz-Community wuchs zuletzt die Sorge vor deutlich höheren Kosten. Einige Beobachter warnen vor dem Ende der Ein-Euro-Order und rechnen mit Preisen von fünf bis zehn Euro pro Trade.

Verbraucherschützer sehen die Entwicklung jedoch gelassener. Das Portal „Finanztip“ geht davon aus, dass mögliche Mehrkosten überschaubar bleiben. Selbst bei leicht steigenden Gebühren würden sich die zusätzlichen Kosten für viele Anleger im Jahr in Grenzen halten.

Zudem reagieren die Anbieter bereits auf die neuen Regeln. Sie bauen eigene Handelsplätze auf, testen Abo-Modelle oder setzen stärker auf Einnahmen über Zinsen und Zusatzangebote.

Trade Republic betont, man wolle auch künftig ein attraktives Angebot für den langfristigen Vermögensaufbau bieten. Kostenlose ETF-Sparpläne sollen weiterhin möglich bleiben.

Konkurrenz für klassische Banken

Trotz der aktuellen Herausforderungen bleibt Trade Republic ein Schwergewicht am Markt. Das 2019 gegründete Unternehmen zählt inzwischen mehr als zehn Millionen Kunden in Europa, davon über fünf Millionen in Deutschland.

Mit über 150 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen und einer Bewertung von 12,5 Milliarden Euro gehört die Plattform zu den wertvollsten Start-ups des Landes.

Mit noch niedrigen Gebühren, vergleichsweise hohen Zinsen und einfachen App-Lösungen hat Trade Republic den Wettbewerb im Bankensektor deutlich verschärft.

Der Ausbau des Kundenservice könnte nun entscheidend sein, um das Vertrauen der Nutzer zu stärken – und sich in einem zunehmend regulierten Markt langfristig zu behaupten.

Mit dpa

Hannah Petersohn

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6 Kommentare ansehen

6 Kommentare

  1. Lea Schneider am April 15, 2026 10:57 a.m.

    Interesting update on Trade Republic investiert Millionen in neuen Kundenservice. Looking forward to seeing how this develops.

    Antworten
  2. Lukas Weber am April 15, 2026 11:00 a.m.

    Great insights on News. Thanks for sharing!

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  3. Karl Schmidt am April 15, 2026 11:03 a.m.

    I’ve been following this closely. Good to see the latest updates.

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    • Laura H. Meyer am April 15, 2026 11:15 a.m.

      Good point. Watching closely.

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