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Startseite»News»ETF-News»Warum das traditionelle Value-Investing vielleicht überholt werden muss | DE
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Warum das traditionelle Value-Investing vielleicht überholt werden muss | DE

stock3Von stock3vor 2 Stunden6 Kommentare2.014 Aufrufe
Warum das traditionelle Value-Investing vielleicht überholt werden muss | DE
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Die wichtigsten Erkenntnisse

Die Erholung der Märkte in Europa vollzieht sich vor einem instabilen makroökonomischen Hintergrund

Europäische Aktien können nach wie vor attraktive Chancen für Anleger bieten, die solide Bewertungen, Dividendenerträge und ein breit gefächertes Sektorengagement anstreben. Trotz sich verbessernder Fundamentaldaten der Unternehmen und sich stabilisierender Makrobedingungen in der Region werden viele europäische Unternehmen im Vergleich zu historischen Niveaus und anderen Regionen noch immer zu relativ angemessenen Bewertungen gehandelt.

Gleichzeitig ist das Marktumfeld zunehmend ungewiss. Eine hartnäckige Inflation, sich abschwächende Wachstumsprognosen und erneute geopolitische Spannungen, darunter die jüngsten Schwankungen im Zusammenhang mit dem Iran, haben die Bedeutung von Portfoliostabilität und einer disziplinierten Aktienauswahl noch verstärkt. Anleger sind selektiver geworden und bevorzugen Unternehmen mit soliden Bilanzen, beständigen Cashflows und besserer Ertragstransparenz.

Angesichts dieses Hintergrunds ist das Interesse an Value-Investing in Europa wieder gestiegen, insbesondere da Anleger nach Chancen außerhalb der überlaufenen Segmente der Marktführer suchen. Allerdings sind nicht alle Value-Strategien gleich aufgebaut. Traditionelle Value-Ansätze können in Zeiten von Marktturbulenzen oft sehr unterschiedliche Ergebnisse bringen, wodurch die Portfoliozusammenstellung und die Titelauswahl im aktuellen Umfeld an Bedeutung gewinnen. Die WisdomTree Europe Value-Strategie verfolgt einen differenzierten Ansatz im europäischen Value-Universum.

Starke relative Performance im Jahr 2026

Eines der auffälligsten Merkmale der Strategie in diesem Jahr war ihre Fähigkeit, traditionelle europäische Value-Benchmarks zu übertreffen und gleichzeitig eine höhere Abwärtsresilienz zu bewahren.

Die nachstehende Abbildung zeigt einen Vergleich der Wertentwicklung seit Jahresbeginn zwischen dem WisdomTree Europe Value UCITS Index und mehreren viel beachteten europäischen Value-Benchmarks.

Abbildung 1: Wertentwicklung der WisdomTree Europe Value-Strategie seit Jahresbeginn

Quelle: WisdomTree, MSCI, Bloomberg Finance L.P. Vom 31.12.2025 bis zum 30.4.2026. Die WisdomTree Europe Value-Strategie ist durch den WisdomTree Europe Value Index repräsentiert. Die historische Wertentwicklung ist kein Hinweis auf die künftige Wertentwicklung, und Anlagen können im Wert sinken. Es ist nicht möglich, direkt in einen Index zu investieren.

Der WisdomTree Europe Value UCITS Index erzielte im bisherigen Jahresverlauf die stärkste Wertentwicklung unter den dargestellten Vergleichsindizes und übertraf den MSCI Europe Enhanced Value Index, den MSCI Europe Value Index sowie den breiter gefassten MSCI Europe Index. Vor allem hat die Strategie das im dargestellten Zeitraum bisher mit geringeren beobachteten Drawdowns als die ausgewählte Peergroup erreicht.

Während der starken Marktschwäche im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt verzeichnete der WisdomTree Europe Value UCITS Index außerdem den geringsten Einbruch innerhalb der Gruppe. Traditionelle Value-Benchmarks mussten deutlich stärkere Einbußen hinnehmen, doch die Methodik von WisdomTree trug dazu bei, die Abwärtsbewegung abzufedern (siehe Abbildung 3).

Die Kombination aus starker relativer Performance und besserer Widerstandsfähigkeit gegenüber Kursrückgängen ist beachtlich, denn sie spiegelt die strukturellen Merkmale der Strategie wider und nicht etwa eine kurzfristige taktische Positionierung. Der WisdomTree Europe Value UCITS Index ist so konzipiert, dass er ein langfristiges Engagement in Unternehmen mit attraktiven Renditemerkmalen für Aktionäre bietet und gleichzeitig Filter auf Basis von Qualität und Dynamik einbezieht, um einige der traditionellen Fallstricke des Value-Investing zu vermeiden.

Wie die aktuelle Marktvolatilität gezeigt hat, können genau diese Eigenschaften auch zur Absicherung von Portfolios in Zeiten verstärkter Unsicherheit beitragen.

Warum traditionelle Definitionen von Value an Wirksamkeit verlieren

Value-Investing hat in der Vergangenheit langfristig Überrenditen erzielt, doch traditionelle Bewertungskennzahlen wie das Kurs-Buchwert-Verhältnis oder das Kurs-Gewinn-Verhältnis haben in den heutigen Märkten an Aussagekraft verloren. In einer Wirtschaft, die immer stärker von immateriellen Vermögenswerten, geistigem Eigentum und wenig kapitalintensiven Geschäftsmodellen geprägt ist, geben bilanzbasierte Multiplikatoren nicht immer den tatsächlichen wirtschaftlichen Wert eines Unternehmens wieder.

Daher sind Unternehmen, die mit niedrigen Bewertungskennzahlen notieren, nicht immer fundamental attraktiv, während Titel, die starke Cashflows generieren und konsequent Kapital an die Aktionäre zurückführen, möglicherweise übersehen werden. Genau hier hebt sich der Ansatz von WisdomTree deutlich ab. Anstatt sich in erster Linie auf traditionelle, buchhalterische Bewertungskennzahlen zu stützen, konzentriert sich die Strategie auf die Aktionärsrendite und die Disziplin bei der Kapitalrückführung als wirtschaftlich intuitivere Wertmaßstäbe.

Die Aktionärsrendite als alternativer Value-Indikator

Anstatt sich auf traditionelle, preisbasierte Bewertungskennzahlen zu stützen, nutzt der WisdomTree Europe Value UCITS ETF (der den WisdomTree Europe Value UCITS Index nachbildet) die Aktionärsrendite als zentrales Kriterium zur Identifizierung attraktiver Unternehmen.

Die Aktionärsrendite misst, wie viel Kapital ein Unternehmen durch eine Kombination aus Dividenden und Aktienrückkäufen an die Aktionäre zurückführt. Dieser Ansatz konzentriert sich auf Unternehmen, die aktiv Barmittel generieren und an die Aktionäre ausschütten, was die Finanzkraft und Kapitaldisziplin effektiver signalisieren kann als einfache Bilanzkennzahlen. Historische Analysen legen nahe, dass die Aktionärsrendite in der Vergangenheit mit einer stärkeren Streuung der langfristigen Renditen verbunden war als traditionelle Kurs-Buchwert-Kennzahlen.

Historische Risikoprämien durch die Aktionärsrendite

In Abbildung 2 sind die langfristigen annualisierten Renditen der verschiedenen Quintile im Vergleich dargestellt, die anhand der Aktionärsrendite bzw. anhand traditioneller Kurs-Buchwert-Kennzahlen gebildet wurden.

Aus den Daten geht hervor, dass das Quintil mit der höchsten Aktionärsrendite die stärksten langfristigen Renditen erzielt hat, während die Gruppe mit der niedrigsten Aktionärsrendite deutlich schlechter abgeschnitten hat. Die Renditestreuung über die verschiedenen Aktionärsrendite-Quintile hinweg war zudem intuitiver und konsistenter als bei herkömmlichen Kurs-Buchwert-Ansätzen, bei denen die Unterscheidung zwischen den Quintilen schwächer ausfiel. Am auffälligsten war, dass das Quintil mit der höchsten Aktionärsrendite wesentlich robustere annualisierte Renditen als die günstigste Kurs-Buchwert-Gruppe erwirtschaftet hat. Die Daten deuten darauf hin, dass die Aktionärsrendite eine alternative Perspektive bieten könnte, um Unternehmen mit soliden Merkmalen im Hinblick auf die Kapitalrendite zu identifizieren. Anstatt einfach nur „günstige“ Unternehmen zu kaufen, zielt die Strategie auf Unternehmen ab, die ihren Aktionären kontinuierlich Kapital zurückführen können.

Abbildung 2: Historische Renditen der beiden Ansätze zu Value

19-5-26-fig-2.png

Quellen: WisdomTree, MSCI. Vom 31.12.2007 bis zum 31.3.2026. Die Quintil-Portfolios sind anhand von jährlichen Daten zu Ende Dezember erstellt, wobei die Bestandteile gleich gewichtet sind. Aktionärsrendite = 1. Quintil (höchste Aktionärsrendite) im MSCI Europe Index. Kurs-Buchwert-Verhältnis = 1. Quintil (niedrigstes KBV) im MSCI Europe Index. Es ist nicht möglich, direkt in einen Index zu investieren. Die historische Wertentwicklung ist kein Hinweis auf die künftige Wertentwicklung, und Anlagen können im Wert sinken.

Fazit: Eine robuste Allokation in europäischen Aktien

Der WisdomTree Europe Value UCITS ETF bietet Anlegern einen differenzierten Ansatz für das Value-Investing in Europa.

Anstatt einfach nur die günstigsten Aktien zu kaufen, zielt die Strategie auf Unternehmen ab, die ihren Aktionären erhebliche Kapitalrückführungen bieten und zudem durch eine höhere Qualität, ein gesünderes Dynamikprofil und eine stärkere Kapitaldisziplin überzeugen.

Die Methode hat in der Vergangenheit hohe Risikoprämien durch die Aktionärsrendite erzielt und gleichzeitig zur Verringerung der Exposition gegenüber klassischen Value-Fallen beigetragen.

2026 haben sich diese Eigenschaften in einer kräftigen Outperformance seit Jahresbeginn und in geringeren Drawdowns während des Iran-Konflikts niedergeschlagen.

Da Anleger weiterhin ein Umfeld meistern müssen, das von geopolitischer Unsicherheit, ungleichmäßigem Wachstum und hoher Volatilität geprägt ist, könnte der WisdomTree Europe Value UCITS ETF einen alternativen Ansatz zu europäischen Value-Aktien bieten.

Abbildung 3: Die WisdomTree Europe Value-Strategie zeigte in der Vergleichsgruppe die größte Widerstandsfähigkeit

19-5-26-fig-3.png

Quelle: WisdomTree, MSCI, Bloomberg Finance L.P. Vom 31.12.2025 bis zum 30.4.2026. Die WisdomTree Europe Value-Strategie ist durch den WisdomTree Europe Value Index repräsentiert. Die historische Wertentwicklung ist kein Hinweis auf die künftige Wertentwicklung, und Anlagen können im Wert sinken. Es ist nicht möglich, direkt in einen Index zu investieren.

Wie bei allen Aktienanlagen können der Wert der Anlagen und die daraus erzielten Erträge sowohl steigen als auch fallen, und Anleger erhalten möglicherweise nicht den ursprünglich investierten Betrag zurück. Auf Europa ausgerichtete Anlagen können durch regionale wirtschaftliche oder geopolitische Ereignisse negativ beeinflusst werden. Value-Investing-Strategien können über längere Zeiträume hinter Wachstumsstrategien und den breiteren Aktienmärkten zurückbleiben. Unternehmen, die anhand der Aktionärsrendite oder anderer faktorbasierter Methoden identifiziert wurden, erzielen möglicherweise keine Outperformance gegenüber dem Gesamtmarkt, und es kann nicht garantiert werden, dass die Strategie ihr Anlageziel erreicht. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Verweise auf das vergangene Marktverhalten oder Wertentwicklungsszenarien dienen lediglich der Veranschaulichung und sind kein Hinweis auf zukünftige Renditen.

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6 Kommentare ansehen

6 Kommentare

  1. Jonas Schneider am Juli 28, 2026 7:00 a.m.

    Great insights on ETF-News. Thanks for sharing!

    Antworten
  2. Karl L. Schmidt am Juli 28, 2026 7:03 a.m.

    This is very helpful information. Appreciate the detailed analysis.

    Antworten
  3. Peter Hoffmann am Juli 28, 2026 7:06 a.m.

    Interesting update on Warum das traditionelle Value-Investing vielleicht überholt werden muss | DE. Looking forward to seeing how this develops.

    Antworten
    • Lukas Schäfer am Juli 28, 2026 7:50 a.m.

      Good point. Watching closely.

      Antworten
  4. Peter Meyer am Juli 28, 2026 7:10 a.m.

    Solid analysis. Will be watching this space.

    Antworten
  5. Jonas Weber am Juli 28, 2026 7:13 a.m.

    I’ve been following this closely. Good to see the latest updates.

    Antworten
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