Beim Umsatz tat sich kaum etwas. MBB SE erzielte im dritten Quartal 2026 vorläufig 318,1 Millionen Euro – nahezu identisch mit dem Vorjahreswert von 316,8 Millionen Euro. Doch wo der Umsatz stagnierte, legte die Marge kräftig zu.
WKN A0ETBQ · ISIN DE000A0ETBQ4
Chart: XETRA, 3 Monate · Kursangabe im Text: Schlusskurs vom 21. Oktober 2026
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg auf 84 Millionen Euro, rund ein Viertel mehr als die 67,3 Millionen Euro des Vorjahresquartals. Die bereinigte Marge verbesserte sich dabei um 5,1 Prozentpunkte auf 26,3 Prozent. Das bedeutet: Das Unternehmen holt deutlich mehr aus jedem umgesetzten Euro heraus, ohne den Umsatz selbst nennenswert zu steigern.
Wer die MBB-Aktie hält, schaut vor allem auf Friedrich Vorwerk. Die Tochtergesellschaft steigerte ihr bereinigtes Ergebnis von 51,3 auf 80,9 Millionen Euro – das ist der weitaus größte Teil des Konzernergebnisses und der Hauptantrieb der Entwicklung. Ohne Friedrich Vorwerk sähe MBBs Quartal deutlich nüchterner aus.
Über die ersten neun Monate zusammengenommen wuchs das bereinigte Konzernergebnis um 40 Prozent auf 201,1 Millionen Euro, während der Umsatz leicht von 862,3 auf 854,1 Millionen Euro nachgab. Die kumulierte bereinigte Marge liegt bei 23,5 Prozent.
Prognose erneut angehoben
MBB hat seine Jahresprognose bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr nach oben korrigiert. Die bereinigte EBITDA-Margenspanne für das Gesamtjahr liegt nun bei 22 bis 24 Prozent, zuvor waren es 18 bis 20 Prozent. Die Umsatzerwartung blieb bei 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro unverändert.
Zur finanziellen Lage: Die Nettoliquidität der Gruppe betrug zum Quartalsende 793,4 Millionen Euro, davon entfielen 454,7 Millionen Euro auf die Holding selbst. Zum Jahresende 2025 hatte die Holding noch 373,6 Millionen Euro ausgewiesen – die Liquidität auf Holdingebene ist damit deutlich gestiegen.
Die MBB-Aktie schloss am Tag der Mitteilung bei 194,20 Euro und legte damit gegenüber dem Vortag rund 7,9 Prozent zu. Die vollständige Quartalsmitteilung will das Unternehmen am 12. November 2026 vorlegen. Dann wird sich zeigen, ob der Margenschub aus Friedrich Vorwerk auch im Schlussquartal trägt.
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