Private und institutionelle Käufer von Wohnimmobilien zögern. Der Zinsanstieg im dritten Quartal 2026 hat die Abschlussbereitschaft stärker gedämpft als Instone Real Estate zu Jahresbeginn angenommen hatte – und die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten haben diesen Effekt verstärkt.
WKN A2NBX8 · ISIN DE000A2NBX80
Chart: XETRA, 3 Monate · Kursangabe im Text: Schlusskurs vom 29. Oktober 2026
Für Aktionäre bedeutet das eine spürbar niedrigere Ergebnisprognose. Das bereinigte Ergebnis nach Steuern soll 2026 nur noch 25 bis 30 Millionen Euro erreichen; bislang hatte das Unternehmen den unteren Rand einer Spanne von 35 bis 40 Millionen Euro angepeilt. Auch beim Umsatz fällt die neue Erwartung mit rund 450 Millionen Euro erheblich unter die frühere Untergrenze von 550 Millionen Euro.
Transaktionen rutschen ins nächste Jahr
Ein Teil des Rückgangs kommt nicht aus stornierter, sondern aus vertagter Nachfrage. Bereits zum Zeitpunkt der Mitteilung lagen Absichtserklärungen für institutionelle Transaktionen im ersten Quartal 2027 vor, die ursprünglich noch für 2026 vorgesehen waren. Der Vorstand spricht von einer Verlangsamung der Entscheidungsprozesse auf Käuferseite.
In den ersten neun Monaten 2026 lagen die Umsatzerlöse bei 288,1 Millionen Euro, nach 347,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte Nettoergebnis belief sich auf 12,2 Millionen Euro, verglichen mit 21,4 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Bei den Verkäufen – ohne die für das vierte Quartal erwarteten institutionellen Abschlüsse – wurden 173,3 Millionen Euro erzielt, nach 229,0 Millionen Euro im gleichen Vorjahreszeitraum.
Marge und Dividende bleiben stabil
Zwei Punkte hebt der Vorstand dabei hervor: Die bereinigte Rohergebnismarge soll auf über 28 Prozent steigen – die ursprüngliche Schwelle lag bei 24 Prozent. Und die geplante Dividende von 0,43 Euro je Aktie bleibt unverändert.
Die Aktie schloss am Tag der Mitteilung bei 5,72 Euro und legte damit gegenüber dem Vortag rund 0,7 Prozent zu. Den vollständigen Quartalsbericht für die ersten neun Monate will Instone am 5. November 2026 veröffentlichen – dann dürfte klarer werden, wie viel der ins Jahr 2027 verschobenen Transaktionen noch ins laufende Jahr zurückgeholt werden kann.
Dieser Beitrag ist eine journalistische Einordnung und keine Anlageberatung. Er stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

