Präsident Donald J. Trump hat am 28. Oktober 2026 eine Proklamation nach Section 232 des Trade Expansion Act von 1962 unterzeichnet. Die Maßnahme richtet sich gegen Einfuhren von Robotik, Industriemaschinen sowie deren Teilen und Komponenten in die Vereinigten Staaten. Als Begründung nennt das Weiße Haus eine drohende Beeinträchtigung der nationalen Sicherheit durch diese Importe.
Die Proklamation legt selbst keine Zollsätze oder Importbeschränkungen fest. Stattdessen weist sie das Handelsministerium und das Büro der US-Handelsbeauftragten gemeinsam an, mit Handelspartnern Vereinbarungen auszuhandeln, die der genannten Bedrohung begegnen sollen. Das gilt laut Mitteilung für Einfuhren von Robotik und Industriemaschinen sowie deren Teile und Komponenten aus jedem Land.
Weiteres Vorgehen
Der Handelsminister soll den Präsidenten über Umstände informieren, die weitere Schritte nach Section 232 in diesem Bereich erforderlich machen könnten. Dem Dokument zufolge behält sich der Präsident zudem vor, weitere Maßnahmen zu ergreifen, die er für notwendig hält, um die Einfuhren von Robotik, Industriemaschinen und deren Teilen und Komponenten anzupassen und die genannte Bedrohung zu beseitigen. Konkrete Fristen, Zollhöhen oder betroffene Produktkategorien nennt die Mitteilung nicht.
Deutsche Exportzahlen
Deutschland exportierte 2025 Waren der Gruppe Enderzeugnisse im Wert von 129,3 Milliarden Euro in die Vereinigten Staaten. Die Proklamation selbst benennt keine Länder und keine Gegenmaßnahmen gegenüber einzelnen Handelspartnern. Welche Vereinbarungen das Handelsministerium und die US-Handelsbeauftragte in der Folge mit welchen Staaten aushandeln, ist in der veröffentlichten Mitteilung nicht festgelegt.

