Der private Konsum in Deutschland entwickelt sich schwächer, als die Wirtschaftsforschungsinstitute zu Jahresbeginn erwartet hatten. ProSiebenSat.1 bekommt das im laufenden Geschäftsjahr zu spüren und passt seine Umsatzprognose nach unten an.
WKN PSM777 · ISIN DE000PSM7770
Chart: XETRA, 3 Monate · Kursangabe im Text: Schlusskurs vom 29. Oktober 2026
Konkret rechnet der Konzern nun mit einem leichten Rückgang des Konzernumsatzes auf organischer Basis – bereinigt also um Währungseffekte und Portfolioveränderungen. Bisher hatte das Unternehmen ein leichtes Wachstum gegenüber dem bereinigten Vorjahreswert von rund 3,4 Milliarden Euro erwartet. Beim berichteten Konzernumsatz gilt jetzt ein moderater Rückgang gegenüber den rund 3,7 Milliarden Euro aus 2025.
Anleger, die auf das Ergebnis achten, finden hier den entscheidenden Punkt: Trotz sinkender Einnahmen will ProSiebenSat.1 beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen deutlich zulegen – ausgehend von rund 241 Millionen Euro im Vorjahr. Das Unternehmen setzt darauf, den Umsatzrückgang durch eine schlankere Kostenstruktur und diszipliniertes Liquiditätsmanagement aufzufangen.
Auch die Verschuldungsziele bleiben unverändert. Die Netto-Finanzverschuldung soll zum Jahresende stabil bleiben, ausgehend von gut 1,3 Milliarden Euro Ende 2025. Den Verschuldungsgrad, also das Verhältnis von Nettoverschuldung zum Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, strebt ProSiebenSat.1 weiterhin in einer Spanne zwischen dem 3,0-Fachen und dem 3,5-Fachen an – 2025 lag er bei 3,3.
Die Aktie schloss am Tag der Mitteilung bei 3,15 Euro und veränderte sich gegenüber dem Vortag kaum. Ob die Kostendisziplin tatsächlich ausreicht, um das Ergebnisziel zu erreichen, zeigt sich mit den Jahreszahlen.
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