Im dritten Quartal 2026 legte JOST Werke den Angaben zufolge ohne Zukäufe zu – das Wachstum stammte aus dem laufenden Geschäft. Alle drei Regionen und alle drei Geschäftsbereiche trugen dazu bei. Auf dieser Grundlage hat der Vorstand die Jahresziele nun nach oben angepasst.
WKN JST400 · ISIN DE000JST4000
Chart: XETRA, 3 Monate · Kursangabe im Text: Schlusskurs vom 5. November 2026
Für Aktionäre ist entscheidend, dass die angehobene Margenspanne von 9,5 bis 9,9 Prozent am unteren Ende genau der Marge des Vorjahres entspricht. Im vierten Quartal rechnet der Vorstand mit saisonal bedingter Abschwächung und steigenden Inputkosten – Kostensynergien sollen diese Belastungen teilweise abfedern, bis vertraglich vereinbarte Preisanpassungsklauseln greifen und gestiegene Materialkosten an Kunden weitergegeben werden können.
Der Konzernumsatz stieg im dritten Quartal auf 426,3 Millionen Euro, nach 383,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum – ein Plus von gut elf Prozent. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern, also das bereinigte EBIT, wuchs auf 41,6 Millionen Euro, gegenüber 37,2 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich dabei um 0,1 Prozentpunkte auf 9,8 Prozent.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet der Vorstand nun einen Umsatzanstieg von neun bis elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die bisherige Prognose hatte lediglich ein Wachstum im einstelligen Prozentbereich vorgesehen. Als Basis gilt der Vorjahresumsatz von 1,534 Milliarden Euro. Neben dem bislang erzielten Umsatz nennt das Unternehmen weitere Synergien aus der Integration von Hyva als Grund für die Anhebung.
Beim bereinigten EBIT rechnet das Unternehmen nun mit einem Wachstum von elf bis vierzehn Prozent, verglichen mit der bisherigen Erwartung eines mittleren bis oberen einstelligen Wachstums. Ausgehend vom Vorjahreswert von 145,2 Millionen Euro ergibt sich daraus eine bereinigte EBIT-Marge zwischen 9,5 und 9,9 Prozent.
Ob JOST die Marge im vierten Quartal trotz Kostendruck halten kann, hängt davon ab, wie schnell die Preisanpassungsklauseln wirksam werden – eine Angabe dazu macht das Unternehmen nicht. Die endgültigen Zahlen zum dritten Quartal werden am 12. November 2026 im Rahmen des Zwischenberichts veröffentlicht.
Die JOST-Aktie schloss am Tag der Mitteilung bei 57,80 Euro und legte damit gegenüber dem Vortag rund ein Prozent zu.
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