Das kanadische Explorationsunternehmen Alpha Exploration Ltd. (TSXV: ALEX) hat am 17. August 2026 die Resultate seiner Explorationskampagne des ersten Halbjahres 2026 auf dem Kupfer-Gold-Porphyrprojekt Anagulu in Eritrea veröffentlicht. Kernaussage der Mitteilung: Die neue Camel-Zone ist als zweites Porphyr-Ziel bestätigt und verläuft parallel zur bereits bekannten Discovery-Zone. Anagulu liegt innerhalb des vollständig unternehmenseigenen, 514 Quadratkilometer großen Lizenzgebiets Kerkasha, rund sieben Kilometer südlich des Goldprojekts Aburna.
Insgesamt umfasste die Kampagne 2.722 Meter Kern- und Reverse-Circulation-Bohrungen, davon 1.254 Meter Kern- und 1.468 Meter RC-Bohrungen. Gebohrt wurden acht neue RC-Löcher, ein neues Kernloch sowie drei bestehende RC-Löcher, die mit Kernbohrungen verlängert wurden. Ergänzend kamen 5.921 Meter flache RAB-Bohrungen in 716 Löchern hinzu, mit einer durchschnittlichen Tiefe von 7,8 Metern pro Loch. Das RAB-Verfahren (Rotary Air Blast) liefert kostengünstige Proben vom oberen Rand des Festgesteins unter geringmächtiger Verwitterungsdecke und dient dazu, oberflächennahe Kupferanomalien abzugrenzen. Nach Angaben des Unternehmens ist der Zusammenhang dieser Anomalien zur wahren Mächtigkeit der darunterliegenden Mineralisierung derzeit unbekannt.
Discovery-Zone nach Nordosten erweitert
In der Discovery-Zone lieferte das Bohrloch ANRD016 einen Abschnitt von 67 Metern mit 0,38 Prozent Kupfer und 0,10 g/t Gold, darin 34 Meter mit 0,61 Prozent Kupfer und 0,15 g/t Gold sowie ein Kernbereich von 12 Metern mit 1,20 Prozent Kupfer und 0,30 g/t Gold. Für diesen Abschnitt weist das Unternehmen eine interne Verdünnung von 22 Metern aus; als Cut-off-Gehalt zur Abgrenzung der Intervalle wurden nominal 0,10 Prozent Kupfer verwendet. Die wahren Mächtigkeiten liegen nach aktueller Interpretation bei 50 bis 70 Prozent der gebohrten Längen.
Der Abschnitt erweitert nach Interpretation von Alpha die an den sogenannten Quartz-Eye-Porphyr gebundene Mineralisierung um etwa 60 Meter nach Nordosten. Die Bohrungen ANRD025, ANR054 und ANRD014 trafen weitere kupfer- und goldführende Einheiten, die dem breiteren Porphyrsystem zugeordnet werden und den Trend um rund 250 Meter verlängern. Das mit 730 Metern Endtiefe abgeschlossene Loch AND013, angesetzt zwischen Discovery- und Camel-Zone, ergab dagegen keine signifikanten Kupferabschnitte. Gleiches gilt für ANR055 und ANR056.
Camel-Zone: 1,1 Kilometer noch ungetestet
Die RC-Bohrungen ANR051, ANR052 und ANR053 testeten die Camel-Zone erstmals. ANR051 durchteufte 25 Meter mit 0,20 Prozent Kupfer und 0,07 g/t Gold, darin 16 Meter mit 0,26 Prozent Kupfer und 0,09 g/t Gold, sowie weitere Abschnitte von 10 und 5 Metern. ANR052 ergab 12 Meter mit 0,14 Prozent Kupfer und 0,08 g/t Gold, ANR053 12 Meter mit 0,09 Prozent Kupfer und 0,05 g/t Gold. Angetroffen wurde die Zone in vertikalen Tiefen zwischen 30 und 125 Metern. Damit steht laut Unternehmen fest, dass die aus den RAB-Daten abgeleitete Anomalie an porphyrgebundene Kupfersulfid- und Goldmineralisierung im Festgestein gebunden ist.
Die drei Bohrungen decken allerdings nur etwa 140 Meter am nordöstlichen Rand der insgesamt 1,25 Kilometer langen Struktur ab. 1,1 Kilometer der Camel-Zone sind bislang unerbohrt – und zwar in Richtung Südwesten, wo sich die Anomalie von rund 125 auf 200 Meter Breite ausweitet. Innerhalb der Zone weist Alpha zwei durchgehende Bereiche mit mehr als 1.000 ppm Kupfer aus, die RAB-Einzelwerte reichen von 1.067 bis 3.274 ppm Kupfer. Diese Werte liegen nach Darstellung des Unternehmens über jenen der Discovery-Zone.
CEO John Wilton bezeichnete die Kampagne als „höchst erfolgreich" und verwies auf den unerbohrten Teil der Camel-Zone als „größte, höchstgradige und kontinuierlichste oberflächennahe Kupferanomalie" des Projekts. Zusätzlich deuten die RAB-Daten in Verbindung mit 1.290 Metern Schürfgrabenbeprobung im Westen der Discovery-Zone auf einen etwa 700 Meter langen Zielhorizont im Südwesten hin, der bislang nur eingeschränkt erbohrt wurde.
Nightjar erst angebohrt
Rund zwei Kilometer nordöstlich der bisherigen Bohrschwerpunkte testeten ANR057 und ANR058 die etwa einen Kilometer lange Nightjar-Zone bis in Tiefen von 167 und 154 Metern. Beide Löcher trafen Diorit-Porphyr mit anomalen Kupfer- und Goldgehalten; ANR058 lieferte ab 14 Metern 16 Meter mit 0,13 g/t Gold bei 0,05 Prozent Kupfer. Weitere Ziele sollen aus den geologischen Bohrprotokollen abgeleitet werden, möglicherweise unterstützt durch Bodengeophysik.
Die Analysen der RC- und Kernproben erfolgten bei Intertek Minerals in Tarkwa, Ghana, die Probenvorbereitung beim unabhängigen Labor NABRO in Asmara. RAB- und Grabenproben wurden mittels portablem Röntgenfluoreszenzgerät im Feldlabor des Unternehmens in Asmara gemessen. Insgesamt umfasst das interpretierte Porphyrsystem laut Alpha eine Fläche von rund vier mal zwei Kilometern, innerhalb derer sich eine etwa 2,2 Kilometer lange Zone porphyrischer Wirtsgesteine abzeichnet. Die Aktie notierte am Tag der Mitteilung in Frankfurt bei 0,322 Euro und damit unverändert.
Quelle: FinanzNachrichten.de: News
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