audius wächst, aber langsamer als erwartet. Die ITK-Unternehmensgruppe aus Weinstadt steigerte die Gesamtleistung im ersten Halbjahr 2026 auf 58,5 Millionen Euro – nach 47,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte von 2,9 auf 3,3 Millionen Euro zu.
WKN A40ET1 · ISIN DE000A40ET13
Chart: XETRA, 6 Monate · Kursangabe im Text: Schlusskurs vom 21. August 2026
Das anspruchsvolle wirtschaftliche Umfeld bremste das organische Wachstum. Die eigenen Planungen wurden nach Angaben des Unternehmens nicht ganz erreicht. Neuaufträge, die in den vergangenen Monaten akquiriert wurden, werden erst im Geschäftsjahr 2027 ausreichend umsatzwirksam.
Für Aktionäre bedeutet das: Die Jahresprognose fällt niedriger aus als bislang erwartet. audius rechnet jetzt mit einer Gesamtleistung von rund 120 Millionen Euro statt zuvor mehr als 125 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll zwischen 8 und 9 Millionen Euro liegen – zuvor hatte das Unternehmen mehr als 10 Millionen Euro in Aussicht gestellt.
Positiv ist der Blick auf den Auftragsbestand. Er lag zum 30. Juni 2026 bei 103,1 Millionen Euro und übertrifft damit den Vorjahreswert deutlich. Das Fundament für das Jahr 2027 ist damit breiter als noch zwölf Monate zuvor.
Parallel dazu hat der Vorstand ein Restrukturierungsprogramm aufgesetzt. Einsparungen bei den Personalkosten und Effizienzgewinne durch den Einsatz künstlicher Intelligenz sollen die Profitabilität stützen. Einzelheiten nannte das Unternehmen nicht.
Die audius-Aktie schloss am Tag der Mitteilung bei 10,50 Euro und legte damit gegenüber dem Vortag rund drei Prozent zu.
Ob die Prognosekorrektur einmalig bleibt oder weiteren Anpassungsbedarf nach sich zieht, hängt davon ab, wie schnell die neu gewonnenen Aufträge ab 2027 tatsächlich zu Umsatz werden.
Dieser Beitrag ist eine journalistische Einordnung und keine Anlageberatung. Er stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

