Die US-amerikanische Empire Petroleum Corporation (NYSE American: EP) hat ihre Zahlen für das zweite Quartal 2026 vorgelegt. Der Produktumsatz stieg auf 11,1 Millionen Dollar gegenüber 8,7 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Der Nettoverlust verringerte sich auf 1,9 Millionen Dollar beziehungsweise 0,05 Dollar je verwässerter Aktie, nach 5,1 Millionen Dollar oder 0,15 Dollar je Aktie im zweiten Quartal 2025. Das Unternehmen mit Sitz in Tulsa fördert Öl und Gas in New Mexico, North Dakota, Montana, Texas und Louisiana.
Beim bereinigten EBITDA – dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen nach Sondereffekten – gelang der Sprung in den positiven Bereich: 0,4 Millionen Dollar nach minus 1,2 Millionen Dollar im Vorjahr. Der bereinigte Nettoverlust lag bei 2,4 Millionen Dollar. Empire begründet die Entwicklung mit höheren realisierten Preisen, gesunkenen Betriebskosten und niedrigeren Abschreibungen, die aus Wertminderungen im vierten Quartal 2025 resultieren.
Fördermenge unter Vorjahr
Die Nettoförderung fiel um 23 Prozent auf 1.825 Barrel Öläquivalent pro Tag, davon 1.278 Barrel Öl, 320 Barrel Flüssiggas (NGL) und 227 Boe Erdgas. Der Fördermix bestand zu 70 Prozent aus Öl, zu 18 Prozent aus NGL und zu 12 Prozent aus Erdgas. Als Gründe nennt das Unternehmen den natürlichen Rückgang bestehender Bohrungen sowie Stillstände in North Dakota im Zusammenhang mit Arbeiten an der Dampfanlage.
Der realisierte Gesamtpreis lag bei 41,33 Dollar je Boe und damit ein Prozent über dem Vorjahreswert; ohne Berücksichtigung von Absicherungsgeschäften betrug er 66,86 Dollar. Für Öl wies Empire 58,26 Dollar je Barrel aus, ohne Hedging-Effekte 94,72 Dollar. Auffällig ist der Erdgasbereich: Die Gaserlöse waren im Quartal mit minus 0,5 Millionen Dollar negativ, der realisierte Gaspreis lag bei minus 4,22 Dollar je Mcf.
Die Förderkosten (Lease Operating Expense) sanken auf 5,0 Millionen Dollar nach 6,4 Millionen Dollar im Vorjahresquartal, wobei die Aufwendungen für Bohrlochsanierungen vor allem in New Mexico von 0,5 auf 0,7 Millionen Dollar zulegten. Die Verwaltungskosten ohne aktienbasierte Vergütung blieben mit 2,88 Millionen Dollar nahezu unverändert, stiegen je gefördertem Boe wegen der geringeren Menge aber von 13,55 auf 17,32 Dollar.
Texas: Bohrung bis 21.006 Fuß
Operativ liegt der Schwerpunkt derzeit in Texas. Im Juni erreichte die erste Bohranlage den Standort. Nach Quartalsende wurde die Bohrung Wakefield-Harrison GU B #1 bis 21.006 Fuß Endtiefe vertieft, geloggt und bekernt; ab etwa 10.000 Fuß seien Kohlenwasserstoffnachweise festgestellt worden. Das Unternehmen weist ausdrücklich darauf hin, dass Log- und Kerndaten keine Aussage über förderbare Reserven oder kommerzielle Förderraten erlauben – die Bohrung wurde weder fertiggestellt noch getestet.
Parallel investierte Empire in die Feldinfrastruktur. Die Kompressionskapazität wuchs auf rund 700 Prozent des Ausgangsniveaus, der Systemdurchsatz auf etwa 9,5 Millionen Kubikfuß pro Tag. Fünf Bohrungen gingen über Reaktivierungen, Recompletions und Vertiefungen in Produktion, vier weitere befinden sich vor der Erstförderung. Die weitere Entwicklung im Feld Fort Trinidad soll nach Unternehmensangaben auf mehr als 100 vorhandenen Bohrlöchern aufbauen. Die Bohranlage wird derzeit zum zweiten Standort verlegt.
Louisiana-Programm mit Aktien finanziert
In Louisiana beteiligt sich Empire an einem Drei-Bohrungen-Programm mit einem Arbeitsinteresse von 25 Prozent. Die Beteiligung wurde mit rund 1,8 Millionen neuen Aktien zu 3,00 Dollar je Stück bezahlt. Die Bohrungen sind gebohrt, aber nicht fertiggestellt; die Completion-Arbeiten sind für das vierte Quartal 2026 geplant. Erste Erlöse aus dem Programm erwartet das Unternehmen noch in diesem Jahr.
In North Dakota schloss Empire im Rahmen des Starbuck-Programms einen Umbau der thermischen Anlage ab. Die Dampfinjektion soll im dritten Quartal 2026 beginnen. Zwischen Januar und Juli 2026 erwarb das Unternehmen zudem drei Bundesparzellen über das Bureau of Land Management mit etwa 1.200 Bruttoacres. In New Mexico laufen weiter Gespräche mit dem Bundesstaat über die Rechte an der Residual Oil Zone im Eunice Monument South Unit; Empire rechnet bei einer Klärung mit sinkenden Betriebskosten.
Liquidität bleibt knapp
Für das erste Halbjahr 2026 weist Empire Investitionen in Öl- und Gasvermögen von rund 4,0 Millionen Dollar aus, überwiegend für das Gasprogramm in Texas. Eine im März 2026 abgeschlossene Bezugsrechtsemission brachte etwa 10,0 Millionen Dollar brutto ein. Zum 30. Juni 2026 verfügte Empire über 3,1 Millionen Dollar Barmittel und 2,0 Millionen Dollar freie Kreditlinie. Im Mai 2026 vereinbarte das Unternehmen mit Roth Capital Partners ein At-the-Market-Programm über bis zu 7,5 Millionen Dollar; daraus wurden bislang keine Aktien ausgegeben.
Quelle: Nachrichten Ticker - www.wallstreet-online.de
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