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In den drei Monaten per Ende Dezember stiegen die Erlöse um ein Prozent auf 22,2 Milliarden US-Dollar (rund 19 Mrd Euro), wie das Unternehmen in Cincinnati mitteilte. Organisch, sprich bereinigt um Wechselkurs- sowie Portfolioeffekte, stagnierte das Wachstum sogar, während Analysten ein kleines Plus erwartet hatten. Unter dem Strich verdiente der Konsumgüterkonzern im Quartal mit 4,3 Milliarden Dollar sieben Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das um Sonderfaktoren bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) lag mit 1,88 Dollar auf Vorjahresniveau und damit leicht über den Erwartungen von Analysten.
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Finanzchef Andre Schulten erwartet, dass sich der Umsatz in den kommenden sechs Monaten erholen wird. Das vergangene Quartal habe schwierige Vergleichswerte gehabt, da die Konsumenten in den USA im Vorjahreszeitraum aufgrund eines Hafenstreiks Vorräte an lebensnotwendigen Gütern und Waschmittel angelegt hätten. Zudem habe der Teil-Shutdown der US-Regierung und die vorübergehende Aussetzung der Lebensmittelhilfe belastet.
Die Prognose für das noch bis Ende Juni laufende Geschäftsjahr 2025/26 bestätigte Procter & Gamble./err/tav/mis
Quelle: dpa-AFX
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19 Kommentare
Die Diskrepanz zwischen dem erwarteten Wachstum der Analysten und dem tatsächlichen Ergebnis ist bemerkenswert. Welche Annahmen haben die Analysten möglicherweise falsch eingeschätzt?
Gute Frage! Möglicherweise haben sie die Auswirkungen des Shutdowns und des Hafenstreiks unterschätzt.
Die Aktie gab im vorbörslichen US-Handel nach – ist das eine übertriebene Reaktion oder ein realistischer Kurskorrektur angesichts der enttäuschenden Zahlen?
Ein Gewinnrückgang von 7% auf 4,3 Milliarden Dollar ist deutlich, aber das bereinigte EPS von 1,88 Dollar lag immerhin über den Erwartungen – ein zweischneidiges Ergebnis.
Die Zahlen zeigen, dass Procter & Gamble nicht immun gegen wirtschaftliche Herausforderungen ist. Wie widerstandsfähig ist das Unternehmen wirklich gegenüber Rezessionen?
Die Erwähnung des Hafenstreiks in den USA als Grund für die schwache Nachfrage im letzten Quartal klingt plausibel, aber wie viel Prozent der Umsatzdelle lässt sich realistisch darauf zurückführen?
Die Erwähnung des Hafenstreiks als Grund für die Vorratsanhäufung im Vorjahr ist ein wichtiger Kontext. Wie sieht es jetzt mit den Lagerbeständen aus?
Finanzchef Andre Schulten erwartet eine Erholung im nächsten Halbjahr, aber basiert diese Prognose auf konkreten Maßnahmen oder lediglich auf der Hoffnung auf bessere Vergleichswerte?
Die Erholung, die Herr Schulten erwartet, hängt stark von der allgemeinen Wirtschaftslage ab. Ein unerwarteter Abschwung könnte diese Prognose zunichtemachen.
Das stimmt. Die Abhängigkeit von makroökonomischen Faktoren ist bei Konsumgüterherstellern wie P&G immer hoch.
Es ist auffällig, dass die Kosmetik- und Healthcare-Bereiche ein leichtes Wachstum verzeichneten, während andere Bereiche schwächelten. Gibt es hier spezifische Erfolgsfaktoren?
Die Tatsache, dass das bereinigte EPS die Erwartungen übertraf, könnte kurzfristig für Stabilität sorgen, aber die langfristige Perspektive hängt von der Umsatzentwicklung ab.
Die Stagnation des organischen Wachstums, trotz eines leichten Anstiegs der Erlöse um 1%, ist besorgniserregend – deutet das auf strukturelle Probleme hin, die über kurzfristige Effekte hinausgehen?
Der Teil-Shutdown der US-Regierung und die Aussetzung der Lebensmittelhilfe werden als belastende Faktoren genannt – wie stark war dieser Effekt tatsächlich auf den Gesamtumsatz?
Ich bin gespannt, wie sich die Wettbewerbssituation in den verschiedenen Segmenten auf die zukünftige Entwicklung von Procter & Gamble auswirken wird.
Ich frage mich, ob die schwache Nachfrage in den Bereichen Babypflege und Damenhygiene ein Zeichen für demografische Veränderungen oder verändertes Konsumverhalten ist.
Ich habe Procter & Gamble Produkte jahrelang benutzt, aber wenn die Umsätze stagnieren, frage ich mich, ob das Unternehmen mit den Innovationen hinterherhinkt.
19 Milliarden Euro Umsatz sind immer noch eine enorme Summe, aber die Stagnation ist ein Warnsignal. Wie plant Procter & Gamble, wieder nachhaltiges Wachstum zu erzielen?
Die bestätigte Prognose für das Geschäftsjahr 2025/26 ist beruhigend, aber angesichts der aktuellen Zahlen erscheint sie etwas optimistisch.