Im Geschäftsjahr 2025/26 hatte Schloss Wachenheim seine Prognose bereits im Mai 2026 nach unten korrigiert. Nun zeigen vorläufige Zahlen, dass selbst diese abgesenkte Erwartung nicht erfüllt wurde. Die Aktionäre des Sektkonzerns sehen damit zwei Verfehlungen in einem Jahr: erst die Anpassung der Prognose, dann das Unterschreiten des neu gesetzten Korridors. Ob und in welchem Maß das die Dividendenpolitik berührt, lässt die Mitteilung offen.
WKN 722900 · ISIN DE0007229007
Chart: XETRA, 3 Monate · Kursangabe im Text: Schlusskurs vom 2. September 2026
Beim Umsatz ergab das Geschäftsjahr, das am 30. Juni 2026 endete, Erlöse von 448,9 Millionen Euro – ein Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, aber weit entfernt vom prognostizierten Wachstum von rund drei Prozent. Der Absatz in Flaschen stieg immerhin um 2,4 Prozent auf knapp 230 Millionen Stück und entsprach damit dem, was das Unternehmen erwartet hatte.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern belief sich auf rund 27,6 Millionen Euro, nach 27,2 Millionen Euro im Vorjahr. Der Prognosekorridor hatte 30 bis 33 Millionen Euro vorgesehen. Der Konzernjahresüberschuss nach Steuern lag vorläufig bei rund 16,4 Millionen Euro; auch dieser Wert blieb unter dem Korridor von 18 bis 21 Millionen Euro.
Als Ursache nennt das Unternehmen ein schwaches viertes Quartal. Alle drei operativen Teilkonzerne – Deutschland, Frankreich und Ostmitteleuropa – blieben hinter den Erwartungen zurück. Zu den Gründen schweigt die Mitteilung.
Die Aktie schloss am Tag der Mitteilung unverändert bei 15,10 Euro; der Handel in diesem Papier ist dünn, was einzelne Kursbewegungen wenig aussagekräftig macht.
Den geprüften Konzernabschluss will Schloss Wachenheim am 25. September 2026 vorlegen. Dann dürfte sich zeigen, ob die vorläufigen Zahlen noch Korrekturen erfahren.
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