Die kanadische Explorationsgesellschaft Thunder Gold Corp. (TSXV: TGOL, FSE: Z25, OTCQB: TGOLF) hat am 17. August 2026 neue Diamantbohrergebnisse vom sogenannten Bench Target ihres Kernprojekts Tower Mountain veröffentlicht. Die Verlängerungsbohrung TM21-107X durchschnitt nach Unternehmensangaben 228,5 Meter mit durchschnittlich 0,557 g/t Gold. Zusammen mit der ursprünglichen Bohrung TM21-107 ergibt sich für das kombinierte Bohrloch ein Abschnitt von 340,4 Metern mit 0,530 g/t Gold. Das Projekt liegt 40 Kilometer westlich von Thunder Bay in der kanadischen Provinz Ontario.
Wiederaufnahme einer alten Bohrung
TM21-107 war im Jahr 2021 innerhalb der Mineralisierung beendet worden, also bevor das Bohrloch den Zielhorizont vollständig durchquert hatte. TM21-107X setzt diese Bohrung fort. Ziel war laut Unternehmen, Inferred-Ressourcen in die Kategorie Indicated zu überführen. Die Begriffe stammen aus dem kanadischen Offenlegungsstandard NI 43-101: „Inferred" (abgeleitet) bezeichnet die unsicherste Ressourcenklasse, „Indicated" (angezeigt) eine durch dichtere Bohrungen besser belegte Kategorie. Solche Auffüllbohrungen dienen nicht der Entdeckung neuer Zonen, sondern der Verdichtung des Datennetzes.
Das Bohrloch liegt vollständig innerhalb der optimierten Tagebaugrenze der Ressourcenschätzung von 2026. Die Kollarposition wurde bei einer Peilung von 73,2 Grad und einem Neigungswinkel von minus 52 Grad angesetzt, die Endtiefe der Verlängerung liegt bei 451,2 Metern. Eine wahre Mächtigkeit der Mineralisierung gibt Thunder Gold nicht an: auch TM21-107X durchquerte das Zielvolumen nicht vollständig, weshalb dem Unternehmen nach eigener Darstellung die Datenbasis für eine Schätzung fehlt.
Höhergradige Teilabschnitte
Innerhalb des langen Abschnitts weist die Ergebnistabelle mehrere kürzere, deutlich höhergradige Intervalle aus. Genannt werden unter anderem 7,3 Meter mit 1,788 g/t Gold ab 379,5 Metern, 2,2 Meter mit 2,015 g/t ab 413,6 Metern sowie 18,2 Meter mit 1,665 g/t Gold ab 419,8 Metern. Einzelproben in diesem tieferen Bereich erreichen Werte von bis zu 5,94 g/t Gold. Die oberen Abschnitte der ursprünglichen Bohrung TM21-107 fielen mit 198,4 Metern zu 0,347 g/t Gold niedriger aus.
Vorstandschef Wes Hanson ordnete die Ergebnisse in einer Mitteilung ein. Es handele sich um die zweite Auffüllbohrung im Bereich der geschätzten Inferred-Ressourcen am Bench Target, die den östlichen Rand der Kernmineralisierung festlege. Diese sei derzeit über eine Fläche von 75.000 bis 100.000 Quadratmetern und bis in Tiefen von 600 Metern unter der Oberfläche durch Bohrungen erfasst. Zum Gradverlauf sagte Hanson:
„TM21-107X lieferte einen um 60 % höheren Durchschnittsgehalt als TM21-107 über im Wesentlichen dieselbe Bohrlochlänge."
Nach den Resultaten von TM26-210 und TM21-107/107X passe das Unternehmen sein Auffüllbohrprogramm an. Zwei Bohrgeräte arbeiten im 24/7-Betrieb, der Abschluss der geplanten Auffüllbohrungen ist laut Hanson für Ende September vorgesehen.
Einordnung in die Zielzone
TM21-107/107X liegt 300 Meter östlich der Bohrungen TM21-120 (399 Meter mit 0,458 g/t Au), TM22-134 (318 Meter mit 0,452 g/t Au) und TM22-135 (464 Meter mit 0,51 g/t Au), die nach Interpretation des Unternehmens die westliche Grenze der brekziierten und alterierten Kernzone markieren. Die Mineralisierung tritt in einer steil stehenden Folge intermediärer Vulkanite und alkalischer Intrusivgesteine auf, parallel zum Tower Mountain Intrusive Complex (TMIC). Durchzogen wird die Sequenz von millimeterfeinen Quarz-Karbonat-Turmalin-Stockwerken; Pyrit tritt in Spuren bis lokal fünf Prozent auf.
Ressourcenschätzung und Projektumfeld
Die Mineralressourcenschätzung mit Stichtag 19. Januar 2026 weist für Tower Mountain 34,5 Millionen Tonnen mit 0,46 g/t Gold in der Kategorie Indicated (514.000 Unzen) sowie 211,1 Millionen Tonnen mit 0,45 g/t Gold als Inferred (3,053 Millionen Unzen) aus. Der berechnete Cut-off-Gehalt liegt bei 0,19 g/t Au. Die Schätzung basiert auf Annahmen für den Tagebau, darunter ein Goldpreis von 3.000 US-Dollar je Unze und eine Ausbringung von 80 Prozent. Ressourcen sind keine Reserven; eine wirtschaftliche Abbaubarkeit ist damit nicht nachgewiesen.
Das 7.625 Hektar große Grundstück befindet sich vollständig im Besitz von Thunder Gold und liegt am Trans-Canada Highway. Die bisherige Ressource erstreckt sich entlang des westlichen Kontakts der Intrusion und deckt nach Unternehmensangaben rund 25 Prozent des TMIC-Halos ab; die übrigen 75 Prozent sind bislang nicht durch Bohrungen getestet. 2026 wurde zudem ein zweiter Goldtrend in Timiskaming-artigen Konglomeraten identifiziert, der über mehr als fünf Kilometer entlang der Thunder Lake Fault verfolgt wurde.
Die Analysen erfolgten bei Activation Laboratories in Thunder Bay als Primärlabor, AGAT Laboratories dient als zweite unabhängige Einrichtung. Seit 2026 werden Duplikatpulps im Verhältnis 1:20 an das Zweitlabor gesandt. Die technischen Angaben wurden von Wes Hanson, P.Geo., als Qualified Person nach NI 43-101 geprüft.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Meldung notierte die Aktie von Thunder Gold auf der Handelsplattform Lang & Schwarz mit einem Minus von 1,03 Prozent bei 0,097 Euro (17. August 2026, 13:30 Uhr).
Quelle: Nachrichten Ticker - Kategorie: Pressemitteilungen - www.wallstreet-online.de
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